SJNÖ präsentiert Ergebnisse des "NÖ Jugendkongress - Zusammen.Leben.Gestalten."

Über 100 Jugendliche erarbeiteten Integrationskonzepte für Gemeinden

St. Pölten (OTS) - Am 17. bis 18. September veranstaltete die Sozialistische Jugend (SJ) Niederösterreich den aus den Mitteln des EU Programms "Jugend in Aktion" geförderten Jugendkongress. Unter dem Motto "Zusammen. Leben. Gestalten." erarbeiteten im Veranstaltungszentrum (VAZ) St. Pölten über 100 Jugendliche aus dem ganzen Bundesland neue Lösungsansätze zum Thema Integration auf der kommunalpolitischen Ebene und im täglichen zusammenleben, die zum Abschluss mit GemeindepolitikerInnen der im Landtag vertretenen Parteien diskutiert wurden.

"In fünf Arbeitsgruppen haben wir den TeilnehmerInnen ermöglicht, zwei Tage lang mit namhaften ExpertInnen Projektideen für die eigene Gemeinde zu erarbeiten und Forderungen an die Politik zu stellen. Wobei wir uns besonders freuen, dass so viele MigrantInnen unserer Einladung gefolgt sind, um gemeinsam mit unseren AktivistInnen an Lösungen zu arbeiten.", erklärt Andreas Beer, Landesvorsitzender der SJ Niederösterreich, das Fundament des Kongresses. Es sei besonders erfreulich, dass sich so viele Jugendliche konstruktiv in die Integrationsdebatte eingebracht haben, betont Beer, der die wichtigsten Beschlüsse zusammenfasst: "Die Jugendlichen wünschen sich verpflichtende Jugendzentren in Städten und Gemeinden mit mehr als 2.000 EinwohnerInnen, die vermehrt zu einem Ort der Begegnung mit intensivierter Sprachförderung werden sollen. Zudem müssen wir bereits im Kindergarten alles daran setzen, Sprachschwächen frühestmöglich auszugleichen, hier wurden Konzepte für multikulturelle Kinderfeste ausgearbeitet. Im Medienbereich soll es eine Förderung für einen Journalismus geben, der sensibel und kompetent mit kultureller Vielfalt und Migration umgeht und im Besonderen sollen MigrantInnen in bestehende Redaktionen aufgenommen und integriert werden. Für mehr Chancen am Arbeitsmarkt ist außerdem die Anerkennung im Ausland erworbener Zertifikate und Zeugnisse unumgänglich. Die SJ Niederösterreich wird sich für die erarbeiteten Forderungen einsetzen und die Projektideen umsetzen.", so Beer.

Im Anschluss an die Beschlussfassung im Plenum diskutierten am Podium Rupert Dworak (Präsident des SPÖ GemeindevertreterInnenverband), Helga Krismer (Obfrau des Grünen GemeindevertreterInnenverband) und Heidelinde Rosskopf (St. Pöltener Gemeinderätin der FPÖ). Die ÖVP Niederösterreich sowie Integrationsstaatssekretär Sebastian Kurz schlugen die mehrmas ausgesprochenen Einladungen aus.
Krismer betonte: "Integrationsprozesse beginnen bereits im vorschulischen Alter. Wir brauchen bereits bei den Jüngsten eine kostenlose Sprachförderung durch das Bildungssystem und darüber hinaus." Diese Einschätzung teilte Dworak, der aber auch die Wirtschaft in die Pflicht nahm: "Die Industrie hat jahrzehntelang nach Arbeitskräften aus dem Ausland gerufen, jedoch bis dato noch keinen Cent für deren Integration in die Hand genommen. Da müssen wir den Hebel ansetzen." Soweit wollte Rosskopf nicht gehen, die auf bereits bestehende Angebote für MigrantInnen verwies und damit beschäftigt war, die kritschen Publikumsfragen über die FPÖ mit Beschwichtigungen abzuwehren.

"Der Jugendkongress ist für die Sozialistische Jugend in Niederösterreich der Beginn für eine intensive Zusammenarbeit mit Migrations- und Kulturvereinen.", blickt der SJNÖ Vorsitzende nach vorne. Unter anderem sei eine Kampagne konzipiert worden, die für ein solidarisches Miteinander wirbt. "Wir wollen den Dialog mit den MigrantInnenorganisationen in Zukunft intensivieren und gemeinsam den Weg der Toleranz propagieren. Es sind alle eingeladen ein Stück des Weges mit uns gemeinsam zu gehen.", so Beer abschließend.

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