Konferenz: Rolle von Religionsgemeinschaften und Zivilgesellschaft für Konfliktlösungen im Südkaukasus

Wien (OTS) - "Nachhaltige Stabilität im Schwarzmeerraum, insbesondere in der Kaukasus-Region, ist auch für die Sicherheit Österreichs und Europas von Bedeutung," betonte Martin Eichtinger, Leiter der Kulturpolitischen Sektion des Außenministeriums, anlässlich der Eröffnung einer Konferenz zum Thema "Rolle und Verantwortung von Religionsgemeinschaften und Zivilgesellschaft für Konfliktlösungen im Südkaukasus".

Ziel der Initiative ist die Stärkung bilateraler und regionaler Verbindungen zum Südkaukasus, der sich in den letzten Jahren zu einer geografischen Schwerpunktregion der österreichischen Außenpolitik entwickelt hat. Die bestehenden Beziehungen zwischen Österreich und dieser Region sind bereits sehr vielfältig - in politischer, wirtschaftlicher, kultureller und menschlicher Hinsicht. Seit 2010 gibt es eine österreichische Botschaft in Baku und im Juni 2011 wurde nach Tbilisi auch ein österreichisches Honorarkonsulat in Jerewan eröffnet. Darüber hinaus stellen die Österreich-Bibliotheken in Baku, Jerewan und Tbilisi weitere wichtige Zentren für den regen Austausch Österreichs mit der Region dar.

Allerdings ist die Region als Schnittstelle zwischen Europa, dem Nahen und Mittleren Osten sowie Zentralasien immer noch durch eingefrorene Konflikte geprägt. Österreichs langjährige Erfahrung im Dialog der Kulturen und Religionen bietet eine tragfähige Plattform für Gespräche über konstruktive Lösungsansätze.

Zu diesem Zweck diskutierten mehr als ein Dutzend Vertreter von Religionsgemeinschaften und der Zivilgesellschaft aus Armenien, Aserbaidschan und Georgien in Wien in Anwesenheit einer interessierten Öffentlichkeit über Konfliktlösungsmöglichkeiten. Im Anschluss wurde in geschlossenen Workshops über konkrete Projekte und Initiativen gesprochen, wie ein offener und nachhaltiger Dialog die Konfliktprävention und -lösung durch Österreich weiter gefördert werden kann. "Es existiert ohne Zweifel ein großes Potential in dieser dynamischen Region und es liegt an uns, ein geeignetes Netzwerk aufzubauen, um dieses Potential nutzen zu können," stellte Eichtinger fest. Als Fortsetzung dieser Initiative ist im Frühjahr 2012 ein hochrangiges Treffen der drei Religionsführer des Südkaukasus in Wien geplant.

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