ÖGJ zu Fekter: Junge Menschen sind zurecht empört

Geschichtsverständnis äußerst fragwürdig

Wien (OTS/ÖGB) - Der Bundesvorsitzende der Österreichischen Gewerkschaftsjugend (ÖGJ), Jürgen Michlmayr, äußerte sich am Rande des heutigen ÖGJ-Vorstands erschüttert über die Aussagen von Finanzministerin Fekter bei der ECOFIN-Tagung in Polen. "Es geht in der Diskussion über Steuergerechtigkeit nicht um das Aufbauen von Feindbildern, es geht schlicht und einfach um Gerechtigkeit, und es geht darum, den jungen Menschen einen Zukunft zu geben."

"Mit ihrem fragwürdigen Vergleich, dass jene, die Reichensteuern und Regeln für Finanzmärkte verlangen, eine Stimmung erzeugen, wie die Antisemiten in der 30er Jahren, disqualifiziert sich Frau Fekter als Vertreterin der Republik eigentlich selbst", so Michlmayr. "Und die Aussage, so eine Stimmung und solche Feindbilder bräuchten wir nicht, weil das hätte schon zwei Mal in Kriegen geendet, ist im Zusammenhang mit der Forderung nach Verteilungsgerechtigkeit sowas von absolut absurd und unbegreiflich - das vervielfacht unser Bedürfnis, rasch jemand anderen im Finanzressort an verantwortlicher Stelle zu sehen." Gerade jetzt würden Zig-Tausende Menschen in Polen auf die Straße gehen, um für Solidarität und Steuergerechtigkeit zu demonstrieren:
"Sind das alles Hetzer und Miesmacher in Fekters Augen? Oder sind das Menschen, die mehr Gerechtigkeit wollen, die gute Ausbildung wollen, die Arbeit und Enkommen wollen, von denen sie leben können, und die auch soziale Sicherheit wollen - und zwar um den Preis, dass die Reichen jetzt endlich auch einmal etwas beitragen?"

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