AUGE/UG: "Vermeintliche 'Richtigstellung' Fekters einmal mehr eine Verhöhnung der Opfer des nationalsozialistischen Vernichtungswahns!"

Wenn sich Fekter gegen "Hetze" ausspricht ist ÖVP mit ihrer Kampagne gegen MindestsicherungsbezieherInnen die erste Adresse!

Wien (OTS) - "Also ob es nicht genügt hätte, Forderungen nach
mehr Steuer- und Verteilungsgerechtigkeit mit dem antisemitischen Vernichtungswahn der Nazis zu vergleichen, setzt Fekter mit ihrer 'Richtigstellung' gleich noch eins drauf. Abgesehen davon, dass Fekters Aussagen historisch völlig falsch, antisemitische Klischees hegen und pflegen, und nur als bösartiger und zynischer Versuch interpretiert werden können, jetzt auch noch die Opfer des nationalsozialistischen Vernichtungswahns für die Steuerprivilegien der Vermögenden und Reichen zu instrumentalisieren: Die von Fekter zum Ausdruck gebrachte 'Sorge um hetzerische Entwicklung' kann nur als weitere, scheinheilige Verhöhnung der Opfer des Nazi-Regimes werden. Offensichtlich schafft es Fekter einfach nicht, sich auch nur einmal verbal zurückzuhalten. Sie ist jedenfalls rücktrittsreif," so Markus Koza, Bundessekretär der Alternativen und Grünen GewerkschafterInnen/Unabhängige GewerkschafterInnen.

Wenn sich Fekter gegen Hetze gegen eigene Bevölkerungsgruppen ausspricht, sei die ÖVP erste Adresse: "Mit Abschluss der Klubklausur hat die ÖVP ihre Kampagne gegen MindestsicherungsbezieherInnen gestartet, die offensichtlich unter den Generalverdacht des Sozialmißbrauchs gestellt werden sollen. Das ist Hetze gegenüber den Schwächsten in unserer Gesellschaft, gegen die Bevölkerungsgruppe der Armen. Offensichtlich sind vor der ÖVP nicht alle gleich, wenn es um Schutz vor 'Hetze' geht," kritisiert Koza die Konservativen.

Gerade in autoritären und totalitären Systemen, wie es Faschismus und Nationalsozialismus waren bzw. sind Arme, Ausgegrenzte, Minderheiten stets auch dem Vorwurf der 'arbeitsscheu' zu sein ausgesetzt, was für diese vielfach Zwangsarbeit bis hin zur physischen Vernichtung bedeutete. "Wenn es Fekter mit ihrer Warnung vor Hetze ernst nimmt, soll sich gleich einmal dafür sorgen, dass die ÖVP-Kampagne gegen MindestsicherungsbezieherInnen mit sofortiger Wirkung eingestellt wird. Und wir warten immer noch auf eine Entschuldigung bei den Überlebenden des nationalsozialistischen Terrors für ihren jenseitigen und vollkommen unzulässigen Vergleich. Und dann: Rücktritt Frau Ministerin. Stellen Sie ihr Amt jemandem zur Verfügung, der/die mehr durch inhaltliche Kompetenz und Sacharbeit als durch plumpe Ideologie und verbale Ausfälle glänzt," schließt Koza.

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Markus Koza, Bundessekretär der AUGE/UG
e-mail: markus.koza@ug-oegb.at
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