Glawischnig: Übelster Vergleich Fekters von Judenverfolgung und Kritik an Bankern und Reichen

Grüne fordern sofortige Klarstellung und Entschuldigung bei Opfern des Nationalsozialismus

Wien (OTS) - "Ich bin total entsetzt über die gestrigen Aussagen von Finanzministerin Fekter in der Zib 2. Sie verglich die Judenverfolgung mit der heutigen, berechtigte Kritik an Bankern und Steuerprivilegien für Reiche und Vermögende. Wenn Fekter ernsthaft der Meinung ist, das ein Eintreten für eine sozial gerechte Besteuerung der Reichen gleichzusetzen ist mit der Judenverfolgung, dann ist sie sicher nicht mehr geeignet ihr Amt als Finanzministerin auszuüben. Das Mindeste ist eine sofortige Klarstellung und Entschuldigung bei den Opfern des Nationalsozialismus", fordert Eva Glawischnig, Bundessprecherin der Grünen.

Fekter verwendet das klassische antisemitische Stereotyp vom REICHEN Juden, und bedient sich des antisemitische Klischees vom reichen Weltjudentum. Tatsache ist, dass alle Juden wegen ihrer jüdischen Herkunft, egal ob arm oder reich von den Nazis verfolgt und vernichtet wurden. "Das zeugt entweder von einer historischen Unwissenheit, die einer Finanzministerin unwürdig ist, oder einer bewußten Instrumentalisierung des dunkelsten Kapitels der österreichischen Geschichte, um die Reichen vor gerechter Besteuerung zu schützen", betont Glawischnig.

Fekter sagte wörtlich in der gestrigen Zib2: "Wir bauen in Europa gerade enorme Feindbilder auf gegen DIE Banker, gegen DIE Reichen, gegen DIE Vermögenden. So etwas hatten wir schon einmal. Damals war's dann verbrämt gegen DIE Juden, aber gemeint waren damals ähnliche Gruppierungen, und es hat zwei Mal in einem Krieg geendet."

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