Industrie begrüßt Vorstoß für einen nationalen Bildungsgipfel

IV-Präsident Sorger: Stillstand schadet dem Standort - Einberufung eines Bildungsgipfels sinnvoll

Wien (OTS/PdI) - "Die Industriellenvereinigung begrüßt den Aufruf zur Einberufung eines Bildungsgipfels, denn die Situation des heimischen Bildungswesens und der derzeitige Stillstand in der Politik schädigt auf Dauer nicht nur den Wirtschafts- und Industriestandort Österreich, sondern vor allem beeinträchtigt er die Chancen unserer Jugend und nimmt ihnen die Zukunftsperspektiven", sagte IV-Präsident Dr. Veit Sorger in einer Reaktion auf die Forderung des Initiators des Volksbegehren Bildungsinitiative, Dr. Hannes Androsch. Auch die am gestrigen Dienstag veröffentlichte OECD Studie "Education at a Glance 2011" habe bestätigt, dass es im österreichischen Bildungswesen sofortiger und umfassender Reformen bedarf, meinte Sorger. Alarmierend sei vor allem der anhaltende Trend sinkender Bildungsausgaben. Wurden in Österreich 1995 noch 6,2 Prozent des BIP in die Bildung investiert, so sind es 2008 nur noch 5,4 Prozent (OECD-Schnitt: 5,9 Prozent). Hauptursache des Rückganges ist die Ausgabenkürzung im öffentlich finanzierten Schulbereich.

Erfreulich sei zwar, dass die durchschnittliche Klassengröße in der Volkschule im OECD-Vergleich kleiner ist (19,8 Kinder in einer Klasse vs. 21,4). Doch sei es bedenklich, dass die Pflichtunterrichtszeit deutlich unter dem Durchschnitt der OECD-Staaten liegt (Ö: 690 Stunden vs. OECD: 749 Stunden). "Diese Entwicklungen sind ein unüberhörbarer Weckruf für Politik und Gesellschaft und zeigen den Handlungsbedarf klar auf. Die IV hat in ihren strategischen Programmen wie 'Schule 2020' die Dringlichkeit umfassender, großer Bildungsreformen bereits aufgezeigt und Maßnahmen formuliert, um diese umzusetzen. Wir sind daher gerne bereit, unsere Erfahrungen, Ideen und Vorschläge bei einem Bildungsgipfel einzubringen", betont Sorger abschließend.

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