Wohlmuth/Moitzi: Jung und Alt nicht auseinanderdividieren!

Pensionisten werden von Kurz unterschwellig diskriminiert

Wien (OTS) - Pensionistenverbands-Generalsekretär Andreas Wohlmuth und der Vorsitzende der Sozialistischen Jugend Wolfgang Moitzi lehnen den Vorschlag von ÖVP-Staatssekretär Kurz, Gesetze auf ihre Generationentauglichkeit zu prüfen, zwar nicht kategorisch ab. Aber:
"Grundsätzlich solle ja von vornherein jedes Gesetz umfassend auf seine Folgen geprüft werden, auf die finanziellen Folgen ebenso wie auf die Auswirkungen auf Frauen und Männer und auch auf die Generationen", so Wohlmuth.

Wohlmuth verwahrt sich aber im Namen der zwei Millionen Pensionisten, dass mit dem Kurz-Vorschlag "wieder einmal unterschwellig die Pensionisten diskriminiert werden, in dem sie als Sündenböcke dargestellt und in das Sozialschmarotzer-Eck gedrängt werden". Wohlmuth: "Die Pensionen sind kein Geschenk des Staates. Die Menschen zahlen ein Leben lang in das Pensionssystem ein und erhalten in der Pension die entsprechende Gegenleistung."

Für den Vorsitzenden der SJ-Vorsitzenden Moitzi ist vor allem wichtig "dass Jung und Alt nicht auseinander dividiert werden dürfen." Wir brauchen den Generationen-Vertrag als wichtiges gesellschaftspolitisches Fundament unseres Sozialstaates. "Wo führt das hin, wenn wir jetzt damit anfangen, den Kindern die Betreuungskosten, den Jungen die Ausbildungskosten, den Alten die Pensionskosten vorzurechnen und jede gesellschaftlichen Gruppierung als Aufwand zu betrachten. Sind die Menschen nur mehr Kostenfaktoren? Wir bekennen uns zur Generationensolidarität und leben das auch in unseren Organisationen", so Moitzi und Wohlmuth, die heuer den Generationendialog gestartet haben. "Wir brauchen für die Jugend die beste Ausbildung, brauchen eine hohe Beschäftigung und eine sicheres Pensionssystem", so Wohlmuth und Moitzi.

Der SJÖ-Vorsitzende empfiehlt StS Kurz, den völlig abgetauchten Jugendminister Mitterlehner auf etwas aufmerksam zu machen:
"Jugendpolitik darf doch nicht heißen, Pensionen zu kürzen und Studiengebühren einzuführen", so Moitzi abschließend.

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