Frauenministerin Heinisch-Hosek: "Gleichstellung sollte in Leitbildern aller Unternehmen verankert sein"

Einkommensbericht der VAMED-KMB an die Ministerin übergeben

Wien (OTS) - "Einkommensberichte sind wichtige Bausteine im nationalen Aktionsplan für Gleichstellung", sagte Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek heute bei der Übergabe des freiwilligen Einkommensberichtes der Firma VAMED-KMB, eines der größten österreichischen Unternehmen für Krankenhaus-Facility-Management. "Einkommensberichte sind ein Teil jener 55 Maßnahmen zur Gleichstellung von Frauen und Männern. Sie gehören zum nationalen Aktionsplan der Bundesregierung."

Unternehmen und BetriebsrätInnen würden das Thema der geschlechtsspezifischen Einkommensunterschiede sehr ernst nehmen, wie VAMED vorbildlich als Best-Practice-Beispiel zeige. "Es ist großartig, dass ich gemeinsam mit einem Unternehmen hier stehe, das freiwillig einen Einkommensbericht erstellt hat und zeigt, dass auch ihm Transparenz ein Anliegen ist", sagte die Ministerin. "Gleichstellung sollte in den Leitbildern aller Unternehmen verankert sein. Ich gratuliere, dass es hier so ist und hoffe, dass sich diese Analysen auch positiv im Geldbörserl der Frauen niederschlagen werden."

Nachdem die Analysen nun aufliegen, sei der nächste Schritt klar. Ungerechtfertigte Ungleichheiten müssten behoben werden. Das wurde von den Vertretern des Betriebes auch zugesagt, denn man sei stolz auf die gelebte Sozialpartnerschaft, die sich in diesem freiwilligen Einkommensbericht widerspiegle.

Seit 31. Juli sind österreichische Unternehmen mit mehr als 1.000 MitarbeiterInnen gesetzlich verpflichtet, Einkommensberichte vorzulegen. Wie die Ministerin erläuterte, habe sie im Sommer die 180 betroffenen Unternehmen angeschrieben. Knapp die Hälfte habe bereits geantwortet. Das sei ein sehr positives Ergebnis.

"Nicht nur, dass die Unternehmen auch wirklich Einkommensberichte erstellen, bei vielen Unternehmen werden nun die Entlohnungsmodelle sehr genau angeschaut", sagte Heinisch-Hosek. "Die Einkommensberichte regen eine breite Diskussion über faire Entlohnung an und sorgen in Zusammenarbeit mit der Geschäftsführung dafür, dass die Chancengleichheit von Frauen und Männern verbessert wird."

Dass dieser Betrieb einen Einkommensbericht vorlege habe Vorbildwirkung. "Denn hier gibt es ein Unternehmen, das nicht muss, es aber dennoch tut. Das ist mehr als nur ein Symbol", sagte die Frauenministerin abschließend.

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