AK fordert Masterplan für die Gesundheitsberufe

Arbeitsbedingungen müssen besser werden, um gute Pflege und medizinische Versorgung für alle PatientInnen zu sichern

Wien (OTS) - "Nur wenn sich die Arbeitsbedingungen für die Beschäftigen der Gesundheitsberufe entscheidend verbessern, können wir auch in Zukunft gute Pflege und den hohen Standard bei der medizinischen Versorgung für alle PatientInnen sichern", sagt AK Präsident Herbert Tumpel zur aktuellen Kampagne der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten, die auf die oft schwierigen Arbeitsbedingungen in den Gesundheitsberufen aufmerksam macht. Denn in den Gesundheitsberufen fehlen in den nächsten Jahren in Österreich tausende Fachkräfte. "Die Gesundheitsberufe könnten Traumberufe sein für Menschen, die gerne mit Menschen arbeiten und gerne helfen. Aber dafür müssen auch die richtigen Bedingungen geschaffen werden", sagt Tumpel. "Die Kampagne der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten kommt daher zur rechten Zeit und muss Gehör finden", so Tumpel. "Die AK Wien erklärt sich solidarisch mit den Beschäftigten in den Gesundheitsberufen." Rechtzeitig muss jetzt genau dort angesetzt werden, wo es Probleme gibt. "Wir brauchen einen Masterplan für die Gesundheitsberufe, der den Bestand an qualifizierten Fachkräften auf Dauer sichert und der die Personalentwicklung so ausrichtet, dass für die älter werdenden Beschäftigten, wie für die Jungen, die nachrücken, die Gesundheitsberufe weiter attraktiv bleiben."

Eine AK-Studie hat die besonderen Belastungen in den Gesundheitsberufen aufgelistet. Hier müssen Verbesserungen ansetzen. Etwa über besondere Belastungen beim Heben und Tragen klagen 41 Prozent der Beschäftigten in den Gesundheitsberufen in Wien. Über schwierige Bewegungsabläufe oder Körperhaltungen in der Arbeit klagen rund 48 Prozent der Beschäftigten. Weitere Belastungen für die Gesundheitsberufe: "Zu wenig Personal" sagen rund 47 Prozent. Durch die "Bürokratie" belastet fühlen sich rund 44 Prozent, über großen Zeitdruck klagen rund 34 Prozent. Deshalb fordert die AK:

+ ein Programm zum Gesundheitsschutz der Beschäftigten im Gesundheitswesen

+ eine Qualifizierungs- und Ausbildungsoffensive, die nicht nur genügend Personal aus- oder weiterbildet, sondern es auch auf die psychischen Belastungen im Umgang mit kranken Menschen und ihren Angehörigen vorbereitet.

+eine Personalentwicklungsstrategie, die erkennbar auf die Altersstruktur der Beschäftigten eingeht und genügend alternsgerechte Arbeitsplätze anbietet.

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