"Volksbegehren Bildungsinitiative" fordert Bildungsgipfel

Hannes Androsch fordert heute Bildungsgipfel bei dem endlich Gesamtpaket für Bildung geschnürt werden soll

Wien (OTS) - Bei der heutigen Pressekonferenz des "Volksbegehren Bildungsinitiative", hat der Initiator Hannes Androsch die Regierung dringendst zur Einberufung eines "Bildungsgipfels" aufgefordert. Zu diesem Bildungsgipfel sollen sämtliche Parteien und Interessenvertretungen eingeladen werden, denn die Zukunft der Bildung sei nicht nur die Angelegenheit der Bildungsministerin und des Wissenschaftsministers. "Wir brauchen keine Politik der kleinen Schritte mehr, es braucht einen Schulterschluss und vor allem ein Gesamtpaket, das in der Lage ist, die ewigen, scheinideologischen Barrieren im Bildungsbereich zu überwinden. Das ist die Verantwortung der Regierung", so Hannes Androsch.

Drei wesentliche Punkte für die Zukunft der Bildung - die im Rahmen dieses Bildungsgipfels diskutiert werden müssen - sind für Bernd Schilcher, Mitinitiator des "Volksbegehren Bildungsinitiative" die Einführung der Ganztagsschule, Frühförderung und die soziale Selektion durch das österreichische Schulsystem, die erst durch die gestern veröffentlichte OECD-Studie erneut aufgezeigt wurde. "In Österreich wird der Bildungserfolg noch immer maßgeblich von der sozialen Herkunft bestimmt. Um endlich eine echte Chancengerechtigkeit im österreichischen Schulsystem herstellen zu können brauchen wir dringendst die pädagogische Frühförderung, die rasch und konsequent ausgebaut werden muss und eine Trennung der SchülerInnen erst mit dem 14. Oder 15. Lebensjahr", so Bernd Schilcher im Rahmen der Pressekonferenz.

Nachhilfe nötig habe die Bundesregierung beim Thema Ganztagsschule: "Die Regierung verspricht Ganztagsbetreuungsplätze, doch das hat nichts mit einer Ganztagsschule zu tun. Die Ganztagsschule von der wir sprechen und die wir brauchen, ist jene bei der starre Einheiten und Fächerkanon aufgehoben werden, bei der sich Theorie und Praxis abwechseln, in der Theaterspiel, gemeinsamen Aktivitäten wie Essen sowie eine persönliche Beziehung zwischen SchülerInnen und LehrerInnen den Kern des Schulalltags bilden. Die Jugendlichen müssen in ihrer ganzen Persönlichkeit erfasst werden" führt Bernd Schilcher seine Erklärung zum Begriff der Ganztagsschule aus. "Wenn die die Regierung Ganztagsschulen mit ganztägiger Betreuung gleichsetzt, ist das so, als würden die Lipizzaner am Vormittag theoretischen Unterricht bekommen und am Nachmittag im Stall beaufsichtigt werden", so Schilcher abschließend.

Diese Statements können von MedienvertreterInnen auch unter www.o-ton.at im Originalton heruntergeladen werden.

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