Korosec: Tarif-Partner müssen endlich europäische Urteile umsetzen - Schluss der Zwangspensionierung und Altersdiskriminierung!

"Lufthansa-Urteil" ist schon zweiter Richterspruch gegen Zwangspensionierungen. Betriebsvereinbarungen dennoch nicht angepasst!

Wien (OTS) - Nach dem gestern ergangenen Urteil des EuGH hinsichtlich der Zwangspensionierung von Piloten hält LAbg. Ingrid Korosec, Bundesobmann-Stellvertreterin des Österreichischen Seniorenbundes und Landesvorsitzende des Wiener Seniorenbundes fest:

"Dies ist nun schon der zweite Richterspruch in diesem Jahr, der festhält: Zwangspensionierungen und Altersdiskriminierung sind verboten. Für Österreich heißt das: Regelungen, die Frauen bisher zu einem Pensionsantritt mit 60 zwingen und Regelungen, die in einzelnen Berufsgruppen auch Männer zum Pensionsantritt mit 60 zwingen, sind verboten. Das heißt, dass die Tarif-Partner dringend die entsprechenden Betriebsvereinbarungen ändern müssen - genau dazu fordern wir die Verantwortlichen nun auf!"

"Während alle in Sonntagsreden davon sprechen, man müsse das faktische Pensionsantrittsalter rasch an das gesetzliche heranführen, geht in der Praxis nichts weiter. Wir verlangen daher die Entfernung aller altersdiskriminierenden Regelungen aus Kollektivverträgen. Und wir wollen eine Beweislastumkehr hinsichtlich aller Verfahren, die gegen Zwangspensionierungen angestrengt werden. Denn: Eine Kündigung alleine aufgrund des Alters ist heute schon in Österreich verboten. Allerdings muss jetzt der Zwangspensionierte die Beweise vorlegen. Das soll sich ändern: Künftig soll der Arbeitgeber beweisen, dass die Kündigung eben nicht aufgrund des Alters erfolgte", fordert Korosec abschließend konkrete Maßnahmen ein, die "jetzt rasch umzusetzen sind!"

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