FPÖ-Mölzer: Erdogans Ägyptenbesuch: Absetzbewegung von Europa

Erdogans Polemik ist kontraproduktiv für den Friedensprozeß; EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei sind unverzüglich einzustellen

Wien (OTS) - In einer Reaktion auf die gestrige Rede des
türkischen Ministerpräsidenten Premier Recep Tayyip Erdogan vor den arabischen Außenministern in Kairo sieht der freiheitliche Delegationsleiter im Europäischen Parlament Andreas Mölzer die in letzter Zeit immer häufiger zu Tage tretende Einseitigkeit in der Beurteilung der Lage im Nahen Osten durch die Türkei bestätigt. "Wenn der türkische Ministerpräsident den Respekt des internationalen Rechts durch Israel einfordert, ist dies zweifellos ein richtiger Ansatz, doch Israel als das einzige Hindernis für Frieden in der Region hinzustellen ist mehr als polemisch und einer Deeskalation der derzeitigen Lage abträglich". Vielmehr würde dies die antiisrealische Stimmung in den Nachbarländern weiter anheizen und eine endgültige Lösung der Palästinenserfrage erschweren, so Mölzer weiter.

"Mit diesen Äußerungen zeigt Erdogan einmal mehr, dass ihm ein koordiniertes Vorgehen mit dem Westen und der EU völlig gleichgültig ist. Ihn interessiert offenbar einzig und allein der Ausbau des Einflusses der Türkei in der islamischen Welt, zu dem seine Äußerungen in Kairo beitragen sollen", so Mölzer der auch Mitglied des außenpolitischen Ausschusses des Europäischen Parlaments ist.

"Unter diesen Gesichtspunkten zeigt sich einmal mehr wie überflüssig und falsch die Verhandlungen über einen Vollbeitritt der Türkei zur EU sind. Sie müssen daher unverzüglich abgebrochen und eingestellt werden", meint der freiheitliche Abgeordnete abschließend.

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