Ennemoser: Hotellerie durch Franken-Bindung an den Euro mit 1 Milliarde Euro betroffen

Hotellerie-Obmann begrüßt Höchstkursfestlegung des Schweizer Franken

Wien (OTS/PWK641) - Der Obmann des Fachverbandes Hotellerie in
der Wirtschaftskammer, Klaus Ennemoser, rechnet mit Verbindlichkeiten der Branche von mindestens einer Milliarde Euro im Schweizer Franken. "Da kann die Entscheidung der Schweizer Nationalbank, den Franken nunmehr an den Euro zu koppeln, an der heimischen Hotellerie nicht spurlos vorüber gehen", so Ennemoser. Der Branchensprecher begrüßt die einseitige Höchstkursfestlegung von 1,20 Euro. Diese Deckelung sei geeignet, die bisher unberechenbare Situation zu stabilisieren und eine weitere Entwicklung - jenseits jeder realwirtschaftlichen Gegebenheit - zu stoppen.

Doch für Ennemoser ist noch keinesfalls das letzte Wort gesprochen. Die Höchstkursdeckelung bedeutet nicht, dass der Schweizer Franken nicht wieder gegenüber dem Euro an Wert verlieren kann: "Vergleicht man die Kaufkraft, müsste der Wechselkurs des Schweizer Franken bei 1,50 Euro liegen." Die verzerrte Entwicklung des Franken-Wechselkurses habe vielmehr psychologische als realwirtschaftliche Gründe, was vor allem mit der allgemeinen Unsicherheit, wie es mit dem Euro weitergeht, zu tun hat. Deshalb warnt Ennemoser die Branche vor Schnellschüssen und Panikreaktionen und rät: "Ruhe bewahren und keine unüberlegten Konvertierungen vornehmen. Verteuerungen sind nunmehr auszuschließen."

Für die heimische Hotellerie bedeutet die beabsichtigte Einzementierung des Franken, dass ein weiteres Risiko einer Fehlentwicklung in Richtung Verteuerung der Franken-Fremdwährungskredite nunmehr ausgeschaltet ist. "Angesichts der doch beträchtlichen Summe von einer Milliarde Euro Verbindlichkeiten in dieser Fremdwährung ist dies vorerst eine positive Nachricht - in wirtschaftlich ohnedies unsicheren Zeiten", so Ennemoser.

Fachverband Hotellerie

Der Fachverband Hotellerie in der Wirtschaftskammer Österreich vertritt 18.000 Beherbergungsbetriebe mit 1,05 Millionen Betten. Mehr als 8.000 Beherbergungsbetriebe sind mit 23.000 geprüften Sternen klassifiziert. Mit 125 Millionen Nächtigungen jährlich legt Österreichs Hotellerie einen wichtigen Grundstein für eine direkte Wertschöpfung im Tourismus von 15,2 Milliarden Euro. Jeder fünfte Vollzeitarbeitsplatz wird im Tourismus und in der Freizeitwirtschaft generiert. (ES)

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Matthias Koch
Fachverband Hotellerie
Tel: +43 (0)5 90 900 3554
Fax: +43 (0) 5 90 900 3568
E: hotels@wko.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK0001