Leistungsreduktion im KAV: Wehsely zur Rücknahme der Weisung aufgefordert

Mit der ärztlichen Ethik nicht vereinbar - Vorstand der Ärztekammer stellt sich geschlossen hinter Ärzteschaft

Wien (OTS) - Der Vorstand der Ärztekammer für Wien hat in seiner Sitzung gestern, Dienstag, Abend die Wiener Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely aufgefordert, die Weisung des KAV-Managements zur Reduktion der planbaren operativen Leistungen um bis zu 20 Prozent ab 1. Oktober 2011 auszusetzen. ****

Der Hintergrund: Laut Weisung des KAV-Managements soll unter dem Titel "Budgetvollzug" ab 1. Oktober 2011 eine Situation geschaffen werden, die mit den Vorbereitungen zum Katastrophenfall anlässlich der EURO 2008 zu vergleichen ist. Die planbaren operativen Leistungen sollen um bis zu 20 Prozent heruntergefahren werden. Umsetzen muss das die Primarärzteschaft durch die Anordnung verzögerter Terminvergaben.

"Der Vorstand der Wiener Ärztekammer stellt sich geschlossen hinter die Primarärzteschaft und die ihr nachgeordneten Ärztinnen und Ärzten der Wiener Gemeindespitäler", heißt es in der Begründung zum Antrag. Eine derartige Dienstanweisung, die zu spürbaren Verschlechterungen der medizinischen Versorgung der Wiener Patienten führen würde, sei mit der ärztlichen Ethik nicht vereinbar. Die Wiener Ärzteschaft werde sich daher mit allen Mitteln gegen die Maxime "Wer Patienten aussperrt, spart!" verwehren. (hpp)

Rückfragen & Kontakt:

Ärztekammer für Wien - Pressestelle
Dr. Hans-Peter Petutschnig
Tel.: (++43-1) 51501/1223, 0664/1014222, F:51501/1289
hpp@aekwien.at
http://www.aekwien.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NAW0001