WKÖ: OECD-Studie zeigt Licht und Schatten

Reformen im Schulsystem umsetzen und Unis fit für internationalen Wettbewerb machen

Wien (OTS/PWK640 ) - "Die heute präsentierte OECD-Studie
"Bildung auf einen Blick" stellt der österreichischen Bildungslandschaft ein differenziertes Zeugnis aus", hält Michael Landertshammer, Leiter der Abteilung für Bildungspolitik in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), fest.

77 Prozent der österreichischen Jugendlichen absolvieren eine berufsbildende mittlere oder höhere Schule oder eine Lehre. Kein anderes OECD-Land hat so viele 15- bis 19-Jährige im berufsbildenden Bereich. "Die hier ausgebildeten Fachkräfte sichern uns seit langem stabile Wirtschaftsdaten und eine niedrige Jugendarbeitslosigkeit", so Landertshammer. "Daher müssen wir bestrebt sein, diesen Bereich weiter attraktiv zu halten und auch für die Lehre die Besten zu finden. Dazu bedarf es jedoch eingehender Reformen im Schulsystem."

Mit 11.852 Dollar (kaufkraftbereinigt) pro Kopf liegt Österreich bei den Bildungsausgaben im OECD-Vergleich an vierter Stelle und deutlich über dem Schnitt der OECD-Länder (8.831 Dollar). Österreich leistet sich damit nach wie vor eines der teuersten Schulsysteme, bei den Schülern kommt jedoch nur ein Teil davon an. "Statt noch mehr Geld in ein ineffektives System pumpen, sollten wir rasch die schon lange anstehenden Reformschritte setzen. Dazu zählen eine Reduktion der Ebenen in der Schulverwaltung ebenso wie ein LehrerInnendienstrecht, das den Anforderungen der Schule von heute gerecht wird."

Universitäten: Studienbeiträge sind unverzichtbar
Auch in den OECD-Daten zum Hochschulbereich sieht sich die Wirtschaftskammer in ihren Forderungen bestätigt. "Die von Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle angekündigte Hochschulmilliarde ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Diese Mittel müssen aber zielgerichtet eingesetzt werden, um die österreichischen Universitäten für den internationalen Wettbewerb fit zu machen. Ein Konzept zur Studienplatzfinanzierung verbunden mit sozial verträglichen Studienbeiträgen ist in diesem Zusammenhang unverzichtbar", so Landertshammer. "Andernfalls werden wir die Rechnung spätestens bei der nächsten OECD-Studie präsentiert bekommen." (PM)

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