VSStÖ: Auf einen Blick klar - mehr Studierende dingend notwendig

Höhere Absolvent_innenquote nur durch den freien Zugang und mehr Studierende möglich

Wien (OTS) - Der Verband sozialistischer Student_innen (VSStÖ) ist verwundert über die Ahnungslosigkeit von ÖVP und Industriellenvereinigung über den wirtschaftlichen Beitrag von Studierenden neben dem gesellschaftlichen Wert.

"Dass, ÖVP und Industrie nicht erkennen, dass wir zu wenige Studierende haben, ist unerklärlich. Die OECD-Studie zeigt nicht nur die zu niedrige Akademiker_innequote auf, sie verweist auch deutlich auf die zu niedrige Studienanfänger_innenquote in Österreich. Zugangsbeschränkungen können keinesfalls die Lösung sein, denn dass aus weniger nicht mehr wird, sollte eigentlich klar sein. Durch den offenen Hochschulzugang sind diese Zahlen in den letzten Jahren bereits angestiegen (1995: 10%; 2011: 19% Absolvent_innen). Es fehlt vor allem an einer echten sozialen Absicherung der Studierenden, um mehr Menschen einen Studienabschluss zu ermöglichen.", so die Bundesvorsitzende des VSStÖ.

"Es ist nicht nachvollziehbar, dass gerade von konservativer Seite nicht erkannt wird, dass ein höherer Bildungsgrad neben einem großen gesellschaftlichen auch einen enormen wirtschaftlichen Mehrwert hat. Hochschulabsolvent_innen verdienen im Schnitt rund 60% mehr als Erwerbstätige, die nur über eine abgeschlossene Berufsausbildung verfügen, woraus sich auch eine höhere Kaufkraft ergibt. Auch das Risiko von Arbeitslosigkeit ist viel geringer.", so Müller und erklärt weiter: "Insgesamt ergibt sich bei einer Person mit Hochschulabschluss durch die Mehreinnahmen aus Steuern und Sozialabgaben sowie den geringeren Ausgaben für Arbeitslosigkeit das Dreieinhalbfache der Kosten ihres Studiums. Eine derart hohe Rendite sollte selbst für die konservative Seite mit wirtschaftlicher Orientierung Argument genug sein, sich für einen Ausbau der Hochschulbildungskapazitäten einzusetzen. Außerdem dürfte damit klar sein, dass Absolvent_innen ihr Studium schon jetzt im Nachhinein selbst finanzieren. Hier zusätzlich noch Studiengebühren zu verlangen ist schlichtweg dreist."

"Dass von ÖVP- und Wirtschaftsseite immer wieder so vehement Zugangsbeschränkungen gefordert werden, ist gerade in Anbetracht dessen, dass dabei Frauen diskriminiert und von Hochschulbildung ausgeschlossen werden, absolut inakzeptabel. Wer sich für echte Einkommensgerechtigkeit einsetzen will, muss einsehen, dass das nur über einen gleichberechtigten, freien und offenen Hochschulzugang möglich ist.", so die Bundesvorsitzende abschließend.

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