VSStÖ und AKS: OECD-Studie muss Regierung wachrütteln

Aktuelle OECD-Studie "Education at a Glance 2011" ist klarer Aufruf zum Handeln

Wien (OTS) - Der Verband sozialistischer Student_innen (VSStÖ) und die Aktion kritischer Schüler_innen (AKS) nehmen miserablen Ergebnisse der heute veröffentlichten OECD-Studie "Bildung auf einen Blick 2011" (Education at a Glance) zum Anlass, die Regierung einmal mehr dazu aufzufordern Bildungspolitik endlich zur Priorität zu machen.

"Es ist nicht länger hinzunehmen, dass die Bildungsaufgaben in Österreich nicht ernst genommen werden, so liegen die Bildungsausgaben wie auch die Akademiker_innenquote immer noch weit unter dem OECD-Schnitt. Die Regierung muss endlich erkennen, dass eine zukunftsorientierte Politik Bildung zur obersten Priorität machen muss." so die Bundesvorsitzende des VSStÖ, Mirijam Müller, und die Bundesvorsitzende der AKS, Eleonora Kleibel.

"Einmal mehr zeigt der internationale Vergleich, dass wir mehr Studierende in Österreich brauchen. Die erschreckend niedrige Akademiker_innenquote macht deutlich, dass Zugangsbeschränkungen und Studiengebühren die derzeitige Situation in Österreich nur weiter verschlimmern würden, wir liegen satte 31% hinter dem Spitzenreiter Kanada. Minister Töchterle muss also dafür sorgen, dass wir mehr Studierende bekommen und nicht weiter an Plänen schmieden, die möglichst viele junge Menschen vom Studium ausschließen" so die Bundesvorsitzende des VSStÖ und erklärt weiter: "Auch die Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen mit Hochschulabschluss sind gravierend. Es ist nicht zu dulden, dass Frauen um 25 Prozent weniger verdienen als ihre männlichen Kollegen. Daher braucht es greifende Maßnahmen, damit Frauen im Bildungssystem wie auch am Arbeitsmarkt nicht mehr diskriminiert werden."

Im Bereich der Schulen besteht ebenfalls dringender Handlungsbedarf. "Die hohe Rate an sogenannten 'early school leavers' in der Sekundarstufe II zeigt die Notwendigkeit einer wirklichen Oberstufenreform." ist sich Kleibel sicher. "Schüler und Schülerinnen müssen mehr in die Entscheidungsprozesse mit einbezogen werden und sollten die Möglichkeit haben, selbst Schwerpunkte in ihrem Bildungsweg zu wählen. Dann steigt auch das Interesse am Unterricht.", so die AKS-Vorsitzende.

"Es bleibt zu hoffen, dass die zuständigen Ministerien ihre Versprechen halten können. Minister Töchterle muss sich gegen die Finanzministerin durchsetzen und deutlich mehr Budget für die Hochschulen ausverhandeln und die ÖVP muss endlich aufwachen und damit aufhören die Einführung einer echten Gesamtschule zu verhindern.", so Müller und Kleibel abschließend.

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Eleonora Kleibel
AKS-Bundesvorsitzende
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