Industrie: OECD-Studie "Education at a Glance" bestätigt Notwendigkeit von Zugangsregelungen und Studienbeiträgen

IV-GS Neumayer: Zu viele Studierende, zu wenige Akademiker - Studiendauer muss verkürzt werden - Zugangsregelungen entsprechend den tatsächlichen Kapazitäten unumgänglich

Wien (OTS/PdI) - Die aktuelle OECD- Studie "Education at a glance" unterstützt aus Sicht der Industrie die Forderung nach Studienbeiträgen und Zugangsregelungen an den heimischen Universitäten: "Die heimische Hochschulzugangsquote ist um weitere 4-Prozent-Punkte auf 54 Prozent gestiegen. Selbst bereinigt um den Anteil ausländischer Studierender beträgt die Quote 43 Prozent gegenüber 39 Prozent im Vorjahr. Wir haben in Österreich also keineswegs zu wenig Studierende, wie oft behauptet wird, sondern zu wenig erfolgreich Studierende. Die Einführung von gerechten Studienbeiträgen würde dafür sorgen, dass sich auch wirklich nur jene für ein Studium anmelden, die dieses auch bis zum Ende absolvieren wollen", wie der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), Mag. Christoph Neumayer betonte. Die "Mär des offenen Hochschulzugangs" sei ohnehin längst widerlegt, "wir müssen endlich Zugangsregelungen, die den tatsächlichen Kapazitäten der Universitäten entsprechen, einführen!"

Diese Notwendigkeit belege auch der wieder gestiegene Anteil ausländischer Studierender an Österreichs Universitäten. Laut OECD-Bericht liege Österreich im Spitzenfeld beim Anteil internationaler Studierender. "Wenn man dann aber im Detail die Herkunftsländer der Studierenden auflistet, sieht man dass die meisten ausländischen Studierenden aus Deutschland kommen. Da liegt die Vermutung nahe, dass diese Studierenden aufgrund der österreichischen Einzigartigkeit, nämlich der Kombination von nahezu kostenfreiem Studium und nahezu freiem Zugang, in unser Land strömen", so Neumayer. "Wir brauchen in Österreich endlich wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen für die Universitäten. Anderenfalls gefährden wir langfristig unsere Zukunftschancen als von Innovationen abhängiges Industrieland", so Neumayer, der daher die Politik dazu aufforderte "die Zukunft des Landes im Blickfeld zu behalten, statt aus rein ideologischen Gründen sinnvolle Reformen zu verhindern."

Rückfragen & Kontakt:

IV-Newsroom
Tel.: +43 (1) 711 35-2306
info@iv-newsroom.at
www.iv-net.at/medien

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NPI0001