Vatikan-Außenminister: Hass gegen Christen auch im "Westen"

Erzbischof Mamberti nennt bei OSZE-Konferenz in Rom als Ursache für Intoleranz Relativismus

Rom, 13.09.11 (KAP) Mit der Vermeidung von durch Hass auf Christen motivierte Straftaten in Europa und Nordamerika hat sich am Montag eine OSZE-Konferenz in Rom befasst. Auch im Westen sei eine zunehmende Intoleranz gegenüber Christen zu beobachten, sagte der vatikanische Außenminister Erzbischof Dominique Mamberti während einer Podiumsdiskussion im italienischen Außenministerium. Durch einen Relativismus, der es verbiete, etwas als wahr oder falsch zu bezeichnen, sei das Christentum in eine schwache Position gelangt.

Veranstalter der eintägigen Konferenz war Litauen, das gegenwärtig den Vorsitz der OSZE hat, sowie das OSZE-Büro für demokratische Institutionen und Menschenrechte (ODIHR). Unter den Teilnehmern aus den 56 OSZE-Mitgliedsstaaten war auch Metropolit Hilarion, der im Moskauer Patriarchat für die Außenbeziehungen zuständig ist.

Der Generalsekretär der EU-Bischofskommission ComECE, Piotr Mazurkiewicz, beklagte eine Verharmlosung von Straftaten und Diskriminierung gegenüber Christen von Seiten der Behörden und Medien. So übertreffe die Zahl der auf christliche Friedhöfe begangenen Angriffe in Frankreich weit die Zahl derjenigen, die sich gegen das Judentum oder den Islam wendeten.

Um religiös motivierte Straftaten gegen Christen zu vermeiden, setzten die meisten der knapp 150 Teilnehmer auf Bildung von Kindern und Erwachsenen sowie auf einen wirksameren Schutz der Religionsfreiheit. Als Beispiel wurde Schweden genannt, wo die Straftaten gegen Christen seit Beginn der statistischen Erhebung 2008 von 160 auf 104 im Jahr 2010 gesunken waren.

Nach Worten des litauischen Theologen Andrius Narbekovas führen auch die Anfeindungen der Wissenschaft gegenüber dem Glauben zu Diskriminierung und Gewalt.

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