LH Dörfler: Niederösterreichischer Experte bestätigt Hundsdorf-Verordnung der BH Klagenfurt

Neutraler Experte bestätigt Vorgehen mit großer Sorgfalt und Sachkenntnis

Klagenfurt (OTS/LPD) - In der Ortschaft Hundsdorf/Podsinja vas, Gemeinde Feistritz im Rosental, hat es bekanntlich darüber Diskussionen gegeben, dass von der zuständigen Bezirkshauptmannschaft Klagenfurt keine neuen Ortstafeln an der B85 Rosental Straße verordnet worden sind. Dass dieses Vorgehen der Behörde aber richtig war, wurde jetzt auch von einem neutralen niederösterreichischen Experten bestätigt, wie Landeshauptmann Gerhard Dörfler heute, Dienstag, mitteilte.

Der Experte ist Vorsitzender des Arbeitsausschusses "Verkehrstechnische Sachverständige" der Österreichischen Forschungsgesellschaft Schiene-Straße-Verkehr in Wien und verkehrstechnischer Sachverständiger der niederösterreichischen Landesregierung. In seinem 18-seitigen Gutachten bestätigt er, dass "auf der Landesstraße B85 Rosental Straße die Grundlagen für die Verordnung eines Ortsgebietes nicht vorliegen, da nicht einmal die Mindestkriterien eines Ortsgebietes erfüllt sind." Außerdem betont er, dass "das Gutachten für die räumliche Festlegung des Ortsgebietes von Hundsdorf/Podsinja vas durch den von der Bezirkshauptmannschaft Klagenfurt beigezogenen Amtssachverständigen mit großer Sorgfalt und Sachkenntnis erfolgte".

Der Landeshauptmann, der dieses Gutachten auf Wunsch der Bürgermeisterin und einzelner Slowenenvertreter angefordert hat, nimmt diese Bestätigung von neutraler und kompetenter Seite zur Kenntnis und erwartet, dass sie nun auch von den Kritikern akzeptiert wird. Er betont, dass er auch weiterhin auf die Behörden nicht einwirken werde und appelliert an die Vertreter der Volksgruppe zu akzeptieren, dass sich Ortsgebiete im Laufe von Jahren und Jahrzehnten in unterschiedliche Richtungen entwickeln können. Im Gesetz wurde festgehalten, welche Orte zweisprachige Aufschriften erhalten. Der genaue Aufstellungsort bzw. die Art der Beschilderung, ob Ortsbezeichungstafel oder Ortstafel, richten sich nach strengen gesetzlichen Kriterien und erfolgen nicht auf Zuruf von Politikern oder Interessensvertretern.

"Sie müssen aber auch anerkennen, dass es umgekehrt auch Orte gibt, in denen statt kleinen Ortsbezeichnungstafeln größere Ortstafeln mit blauem Rand aufgestellt werden", so Dörfler. Er verweist auf St. Johann im Rosental, ebenfalls Gemeinde Feistritz im Rosental, ebenso verhält es sich bei den Ortschaften Lessach in der Gemeinde St. Jakob im Rosental und Nageltschach in der Gemeinde St. Kanzian.

In Hundsdorf war es konkret so, dass sich das Ortsgebiet abseits der Landesstraße entwickelt hat. Daher stehen nun zwar an der B85 keine Ortstafeln mit blauem Rand, aber es wurden von der BH Klagenfurt im Zuge der Überprüfung acht neue Ortstafeln an den Zufahrtsstraßen verordnet.

Zu den Diskussionen über die Schreibweise einzelner Ortschaften hält Dörfler fest, dass wie in den Verhandlungen vereinbart, im Volksgruppengesetz ausschließlich von den Volksgruppenvertretern und ihren Experten vorgeschlagene Schreibweisen verwendet wurden. Diesbezügliche Rückfragen sind demnach an die drei Slowenenverbände zu richten.
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