SJ zu FPÖ-Skandal in der Steiermark: Rücktritt von RFJ-Kerbl fällig

Steirische FPÖ gleicht braunem Sumpf - RFJ-Funktionär mit Neonazi-Songs auf Facebook-Pinnwand weiß nicht, "wie ein Jude fühlt"

Wien/Graz (OTS) - Den sofortigen Rücktritt des Judenburger RFJ-Funktionärs Kerbl fordern SJ-Vorsitzender Wolfgang Moitzi und SJ-Landesvorsitzender Max Lercher nach den bekanntgewordenen braunen Umtrieben, in denen der FPÖ-Politiker verwickelt ist. Kerbl hatte Nazisprüche und Neonazi-Songs auf seiner Facebook-Pinnwand stehen und meinte auf eine Anfrage des Standard, er wisse nicht, "wie ein Jude fühlt". Nach dem "Moschee baba"-Spiel, indem die FPÖ Internetuser dazu aufrief, Imame und Moscheen abzuschießen, und Susanne Winters Aussagen zum Islam zeige dieser Vorfall einmal mehr, "dass es sich bei der steirischen FPÖ um einen braunen Sumpf handelt". Moitzi und Lercher fordern Kerbls Rücktritt: "Nur so kann sich das blaue Jugend-Anhängsel von den rechtsextremen Umtrieben distanzieren. Bleibt Kerbl, ist klar, dass der RFJ eine Truppe unverbesserlicher Ewiggestriger und Sammelbecken für Neonazis darstellt."

Nach Ansicht der SJ-Vertreter müsse auch die Rolle der Burschenschaft Corps Austria zu Knittelfeld geklärt werden, zu welcher Kerbl gehört: "Wir wollen wissen, welches Gedankengut jungen Männern in dieser Burschenschaft eingetrichtert wird." Hier sei auch die Rolle des FPÖ-Abgeordneten Wolfgang Zanger zu beleuchten, der ebenfalls Mitglied der Burschenschaft ist. "Klar ist: Wenn der RFJ Kerbl nicht hinauswirft, heißt das, er akzeptiert Antisemitismus, Nazisprüche und Neonazisongs in seinen Reihen. Dann ist amtlich, dass es sich bei dieser Organisation um nichts anderes als einen braunen Sumpf handelt", betonen Moitzi und Lercher abschließend.

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