Petition an Prammer übergeben: IC-Züge Salzburg-Graz sollen bleiben SPÖ-Abgeordnete wollen Bahnmarkt-Liberalisierung gesetzlich regeln

Wien (PK) - Die sozialdemokratischen Nationalratsabgeordneten
Johann Maier und Erwin Spindelberger haben heute Morgen eine Petition zur Sicherung von IC-Zugverbindungen zwischen Salzburg
und Graz sowie zur Einführung einer gesetzlichen Regelung für den liberalisierten Bahnmarkt an Nationalratspräsidentin Barbara Prammer übergeben. Gemeinsam mit den vida-Landesvorsitzenden
Walter Androschin und Fritz Ploner verlangten die Abgeordneten
die Rücknahme der geplanten Streichung von drei Fernverkehrsverbindungen auf der Strecke Salzburg-Graz und
warnten vor einer weiteren Ausdünnung im Zugverkehr. Mit dem nächsten Fahrplanwechsel am 11. Dezember 2011 würde Graz als zweitgrößte Stadt Österreichs ein Fünftel der Fernverkehrsverbindungen verlieren, Reisende würden vom öffentlichen Verkehrsmittel vertrieben, obwohl im Einzugsbereich des "IC Salzburg-Graz" zirka eine Million Menschen wohnen,
betonte der steirische Gewerkschafter und AK-Vizepräsident Fritz Ploner.

Um "den Teufelskreis" der Bahnliberalisierung zu durchbrechen und das "Rosinenpicken" zu verhindern, treten die Unterzeichner der Petition für eine gesetzliche Regelung zur Sicherung des Personenverkehrs ähnlich wie beim Universaldienst nach dem Postmarktgesetz ein. Alle Bahnanbieter - auch die neuen privaten Betreiber auf der Westbahn - sollen sich an der Versorgung der Regionen beteiligen, entweder durch einen Ausgleichsfonds oder
durch die Übernahme von Strecken und Zugverbindungen mit geringer Nachfrage. Nur so könne der Wettbewerb auf der Schiene in Österreich halbwegs fair ablaufen, argumentierte Abgeordneter Maier. (Schluss)

Fotos von dieser Petitionsübergabe finden Sie auf der Parlamentshomepage im Fotoalbum.

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