Teuerungsrevolte vom 17. September 1911

Wien (OTS) - Vor hundert Jahren führten massiv steigende Lebensmittelpreise zu Massendemonstrationen in Wien. Als eine Großdemonstration am 17. September 1911 außer Kontrolle geriet, ließ das Militär erstmals seit der Revolution von 1848 auf die Bevölkerung schießen. Es kam zu heftigen Straßenschlachten. Erst nach einigen Tagen war die Situation wieder unter Kontrolle.

o Weitere Informationen: www.ots.at/redirect/teuerungsrevolte2

Die Toten der Teuerungsrevolte

Im Zuge der Kämpfe wurden viele Menschen verletzt, einige sogar getötet. Die Umstände ihres Todes werden auf den Webseiten des Wiener Stadt- und Landesarchivs im Rahmen eines Zeitzeugnisses beleuchtet.

o Weitere Informationen zu den Toten: www.ots.at/redirect/teuerungstote

Die strafrechtliche Verfolgung

Um weitere Unruhen im Keim zu ersticken, griff die Regierung hart gegen die Demonstrierenden durch. Schon die Aufforderung an das Militär, nicht in die Menge zu schießen, wurde mit sechs Monaten schwerem Kerker bestraft. Die unverhältnismäßig harten Urteile waren ein hoher Preis für zerbrochenes Glas und einige blaue Flecken.

o Weitere Informationen zu den Prozessen: www.ots.at/redirect/teuerungsprozess

Rückfragen & Kontakt:

PID-Rathauskorrespondenz:
www.wien.gv.at/rk/
Mag. Hannes Tauber
Magistratsabteilung 8
Wiener Stadt- und Landesarchiv
Telefon: 01 4000-84834
www.archiv.wien.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK0003