BSA fordert Ausfinanzierung der Hochschulen

Der freie und offene Hochschulzugang muss sichergestellt werden

Wien (OTS) - "Die Hochschulmilliarde wäre eine erster wichtiger Schritt hin zu einer Ausfinanzierung der Hochschulen", so BSA Präsident Andreas Mailath-Pokorny anlässlich der diesbezüglichen Ankündigung von Wissenschaftsminister Töchterle in der gestrigen Pressestunde. Der Bund sozialdemokratischer Akademiker/innen, Intellektueller und Künstler/innen (BSA) fordert schon lange eine ausreichende Finanzierung der Hochschulen und die Aufstockung des Budgets für den tertiären Bildungsbereich auf zwei Prozent des BIP. "Dabei muss die Finanzierung aber auch den freien und offenen Hochschulzugang sicherstellen, denn Studiengebühren und Zugangsbeschränkungen sind jedenfalls der falsche Weg der ohnehin schon niedrigen AkademikerInnenquote entgegenzuwirken", betont Mailath-Pokorny.

Töchterle hatte in der ORF-Pressestunde gefordert, dass die Universitäten ohne allgemeine staatliche Regelung Studiengebühren bis zu einer Höhe von 500 Euro autonom einheben und je nach Bedarf verwenden können sollen. "Der Minister übersieht dabei, dass der Ruf nach mehr AkademikerInnen und mehr AbsolventInnen unabdingbar an ein finanziell barrierefreies Studium gekoppelt ist. Nachdrückliche Investitionen im Bereich eines sozial gerechten Stipendiensystems wären eine geeignetere Strategie als die neuerliche Verschärfung sozialer Ungerechtigkeiten. Das Studienbeitragsmodell stellt daher ein selektives Instrument dar, mit dem das enorme intellektuelle Kapital junger Menschen beschnitten wird", so Mailath-Pokorny.

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