Leitl: "Wettbewerbsranking zeigt, wo wirklich Handlungsbedarf besteht"

Hohe Steuern und Verwaltung als drängendste Probleme - Gute Noten für Sozialpartnerschaft

Wien (OTS/PWK628) - "Der aktuellen Global Competitiveness
Report zeigt, wo in Österreich wirklich Handlungsbedarf besteht", betont WKÖ-Präsident Christoph Leitl. "Das ineffiziente bundesstaatliche Verwaltungs- und das Steuersystem beziehungsweise die Höhe der Steuern sowie der Zugang zu Finanzmitteln werden von den befragten Managern als die Problemfelder in unserem Land wahrgenommen. Das zeigt einmal mehr, dass eine Diskussion um neue Steuern fehl am Platz ist. Stattdessen ist es höchst an der Zeit, die drängenden Reformen im Land endlich anzupacken. Wir brauchen eine nachhaltige Budgetkonsolidierung und Verwaltungsreform, ebenso wie Fortschritte bei den überfälligen Reformen in den Bereichen Bildung, Pensionen, und Gesundheit, die ja auch OECD und Europäische Kommission dringend empfehlen." Auch der IWF hat von Österreich erst kürzlich ehrgeizigere Ziele und Maßnahmen zur Schuldenreduzierung gefordert.

Zudem müssten - vor dem Hintergrund des vorauszusehenden Wachstumsrückgangs - Bedingungen geschaffen werden, die österreichische Unternehmen bei ihren Exportbemühungen auch über 2013 hinaus unterstützen, so Leitl. "Wir müssen gerade jetzt daran arbeiten, den Wirtschaftsstandort Österreich und die Wettbewerbsfähigkeit seiner Betriebe attraktiv zu halten. Unser Land muss für Investoren interessant sein, weil Investitionen zu Beschäftigung, Steuerleistung und Exportbeiträge führen und die Innovation stimulieren. Leitbetriebe schaffen bei Zulieferern und in der umliegenden Region durchschnittlich zusätzlich noch einmal zwei bis drei Mal so viel an Produktion, Wertschöpfung und Arbeitsplätze wie bei sich selbst."

Mit Blick auf den heimischen Arbeitsmarkt für erfreulich hält der WKÖ-Präsident die positive Bewertung der Sozialpartnerschaft im Global Competitiveness Report. In Punkto Kooperation zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern erreicht Österreich hier den ausgezeichneten 9. Rang.

Dass die Kündigungs- und Einstellungspraxis von den Studienautoren nicht gleichermaßen positiv bewertet wird, hält Leitl für verzerrend:
"Schließlich ist Österreich in Sachen Arbeitslosenrate und Jugendarbeitslosigkeit europaweit führend. Unsere Betriebe sind in der Wirtschaftskrise zu ihren Mitarbeitern gestanden und haben keine Hire-and-Fire-Politik betrieben, wie sie anderswo Gang und Gäbe ist. Die positiven Effekte dieser Loyalität sind im überdurchschnittlich guten Wachstum nach der Krise immer noch spürbar". (PM)

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