GBH an Berlakovich: Weg von der Ankündigungs- hin zur Handlungspolitik!

Österreich muss in Zukunft verstärkt auf inländische Klimaschutzmaßnahmen setzen. Nur so kann die derzeitige Steuergeldverschwendung gestoppt werden.

Wien (OTS) - (ÖGB/GBH) Im Rahmen des Kyoto-Protokolls ist Österreich die Verpflichtung eingegangen, seine Treibhausgasemissionen gegenüber 1990 um 13 Prozent zu senken. Davon ist Österreich heute als eines der wenigen Länder in der EU meilenweit entfernt. ++++

"Mit dem Klimaschutzgesetz, welches am 21. September im Parlament beschlossen werden soll, hat Umweltminister Berlakovich die einmalige Möglichkeit, gesetzlich zu verankern, dass Klimaschutz in Zukunft für Maßnahmen wie die Gebäudesanierung im Inland verwendet wird. Anstelle Steuergeld ans Ausland zu überweisen" fordert Andreas Huss, Umweltsprecher der Gewerkschaft Bau-Holz (GBH) Berlakovich auf, endlich im Sinne unseres Landes zu handeln.

Derzeit kostet das Verfehlen der Klimaziele Österreich bereit über 500 Millionen Euro für den Zukauf von teuren ausländischen CO2-Zertifikaten. Aber diese Summe reicht nicht: Kürzlich wurde bekannt, dass noch weitere 30 Millionen CO2-Zertifikate zugekauft werden müssen. Insgesamt werden wahrscheinlich bis zu einer Milliarde Euro - laut GLOBAL 2000 - fällig. "Wenn hier nicht endlich sinnvolle Maßnahmen gesetzt werden, wird in Österreich weiterhin Steuergeld verschwendet, ohne etwas dagegen zu unternehmen. Sinnvoller ist es, dieses Geld in Österreich für den Klimaschutz zu investieren und damit zusätzliche Arbeitsplätze zu schaffen", so Huss weiter.

GBH unterstützt GLOBAL 2000 Kampagne "Stopp Steuergeldverschwendung! SOS Klimaschutzgesetz" GLOBAL 2000 hat auf www.global2000.at eine Online-Petition eingerichtet, mit der Umweltminister Berlakovich auffordern werden kann, Klimaschutz jetzt verbindlich im Inland zu verankern. "Berlakovich muss jetzt Farbe bekennen: Wenn er es mit Klimaschutz ernst meint, dann soll er mit dem Klimaschutzgesetz auch ernst machen," so Johannes Wahlmüller, Klimasprecher von GLOBAL 2000. "Anstatt sich teuer freizukaufen und damit notwendige Maßnahmen nicht finanzieren zu können, sollten Regierung und Wirtschaft das so eingesparte Steuergeld in sinnvolle Klimaschutzprojekte investieren. Wir als Gewerkschaft Bau-Holz unterstützen die GLOBAL 2000-Kampagne zu 100 Prozent und hoffen auf ein Einlenken und Handeln von Berlakovich zu Wohle aller. Mit den richtigen Maßnahmen wie zum Beispiel einer mind. 3%igen Sanierungsrate sind nachweislich bis zu 30 Prozent CO2-Einsparung möglich", ergänzt Huss abschließend.

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