Grünewald fordert Rechtsanspruch auf Rehabilitation

Grüne: Ausbau der ambulanten Rehabilitation ist überfällig

Wien (OTS) - Die Forderung der Niederösterreichischen Ärztekammer nach einem Rechtsanspruch auf medizinische Rehabilitation wird von den Grünen unterstützt. "Es darf nicht vom Wohnort, vom Status der Erwerbstätigkeit oder davon ob jemand einen Arbeitsunfall oder einen Privatunfall hatte, abhängen, ob eine Rehabilitation bewilligt wird oder nicht", sagt Kurt Grünewald, Gesundheitssprecher der Grünen.

Die Defizite im Bereich der Rehabilitation sind vor allem auch auf fehlende übergreifende Koordination der verschiedenen Kostenträger zurückzuführen. (Bund, Länder, Krankenversicherungsträger). Der Hebel liegt daher in der Entschärfung der inhomogenen und komplexen Finanzierungsstruktur. Besonders betroffen vom fehlenden Rechtsanspruch sind Menschen, die nicht mehr im Erwerbsleben stehen. "Für PensionistInnen ist Rehabilitation derzeit lediglich eine Ermessensleistung, das ist eine unhaltbare Diskriminierung von älteren Menschen," meint Grünewald, "Ich fordere ein Ende dieses Zustandes und eine Gesundheitspolitik nach dem Grundsatz 'Rehabilitation vor Pflege'".

In diesem Zusammenhang weisen die Grünen auf die seit Jahren bestehenden Defizite im Bereich der ambulanten Rehabilitation hin. Die Grünen fordern den bedarfsgerechten, flächendeckenden Ausbau der ambulanten Rehabilitation nach den vom ÖBIG ermittelten Bedarfszahlen. Die ambulante Rehabilitation muss wohnortnah stattfinden und das häusliche Umfeld und die Angehörigen sind einzubeziehen. "Österreichweit ist der Ausbau von interdisziplinären Teams voranzutreiben, denn Rehabilitation muss auch den psychosozialen Bereich umfassen", erklärt Grünewald.

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