Blecha zum 130. Geburtstag von Otto Bauer: Großer Sozialdemokrat, der sich immer für mehr Gerechtigkeit eingesetzt hat

Wien (OTS/SK) - Karl Blecha, Präsident des Pensionistenverbands Österreichs würdigte am Dienstagabend in einer Gedenkrede das Lebenswerk von Otto Bauer. Anlass war der 130. Geburtstag des leidenschaftlichen Antifaschisten und Kämpfers für soziale Gerechtigkeit Otto Bauer. "Er war ein Zeitzeuge eines ganz speziellen Abschnittes des 20. Jahrhunderts und sein Leben war daher von Beginn an mit Kampf verbunden. Der Kampf für mehr soziale Gerechtigkeit, der Kampf gegen den Kapitalismus und gegen den Faschismus waren seine Hauptanliegen. Genau in diesen Themen liegt auch der Bezug zur Gegenwart, denn sie sind aktueller denn je", sagte Blecha. ****

Aus Anlass des 130. Geburtstages von Otto Bauer haben der Bund Sozialdemokratischer Freiheitskämpfer/innen, Opfer des Faschismus und aktiver Antifaschist/inn/en, die Bezirksgruppe Favoriten und die SPÖ Bezirksorganisation Favoriten zu einer Gedenkveranstaltung eingeladen. Eröffnet wurde diese mit der Überreichung der Otto-Bauer-Plakette an Abg.z.NR a.D. Anton Gaal durch den Bundesvorsitzenden der Freiheitskämpfer/innen, Ernst Nedwed. Mit dieser Auszeichnung wurde Gaals Einsatz gegen Rechtsextremismus, Neofaschismus und Rassismus geehrt. Es handelt sich dabei um die höchste österreichische Widerstandskämpfer-Auszeichnung.

Im zweiten Teil der Veranstaltung sprach Karl Blecha zum Thema "Otto Bauer und die Gegenwart" und spannte dabei einen Bogen von der Vergangenheit in die Gegenwart und in die Zukunft. "Otto Bauers Denken ist in einer Zeit mit der Weltwirtschaftskrise, in der unsere Gesellschaft auseinanderdriftet, die Kluft zwischen Arm und Reich immer größer wird und die Mittelschicht Angst hat, sozial und finanziell abzusteigen, wieder gefragt", so Blecha.

Otto Bauer wurde am 5.9.1881 in Wien geboren und starb am 4.7.1938 in Paris, nachdem er Österreich am 13.2.1934 verlassen musste, da ein Verbleib für ihn den sicheren Tod bedeutet hätte. Er war der führende Kopf des Austromarxismus und der anerkannte Führer der Sozialdemokratischen Partei. Er war Österreichs erster Außenminister nach Gründung der Republik, hatte wesentlichen Anteil an der Schaffung der österreichischen Verfassung von 1920, konnte aber den Sieg des Faschismus nicht verhindern. Nach seiner Flucht leitete er das Auslandsbüro der österreichischen Sozialisten und redigierte die illegale "Arbeiter-Zeitung".

"Otto Bauer war stets vom Zusammenbruch des Kapitalismus überzeugt. Jetzt ist er erfolgt. Seine Gesellschaftskritik war danach richtig. Und heute stellen wichtige Vertreter des Neoliberalismus und wichtige Medien fest: Die Linken hatten doch recht! Um aus der Krise den Weg zu einer gerechteren Gesellschaft zu finden, die der Jugend Bildung, den Älteren ein würdevolles Leben und allen eine von der Geldbörse unabhängige Gesundheitsversorgung garantieren kann, bedarf es eines Kompasses. Otto Bauer hat uns einen hinterlassen", schloss Blecha seine Gedenkrede. (Schluss) mis/mb

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