FCG Jugend fordert Drittelfinanzierung von Meisterkursen

Attraktivierung von Lehrberufen durch leistbare Weiterbildung

Wien (OTS/FCG/ÖGB) - "Der Fehlschluss "Jedes "Arbeiterkind"
braucht seine Matura" hat Facharbeitermangel und explodierende Studentenzahlen zur Folge. Es ist höchst an der Zeit, Lehrberufe zu attraktiveren!" fordert die Bundesvorsitzende der FCG Jugend, Caroline Hungerländer. Ein wichtiger Schritt dazu ist die Vereinfachung der Weiterbildung zum Meister. Bis zur Meisterprüfung können bis zu 7.000 Euro an Kosten anfallen, ein Betrag, den sich die wenigsten Gesellen leisten können. Eine Drittelfinanzierung durch den Bund wäre daher ein Schritt in die richtige Richtung: fertige Meister haben in Betrieben ausgezeichnete Aufstiegs- und Einkommenschancen und dürfen ihren eigenen Meisterbetrieb eröffnen.

Bildung ist in Österreich weitestgehend ein sehr freies und im Regelfall den meisten zugängliches Gut. Nach einer Studienberechtigung ist ein Studium in fast allen denkbaren Studienrichtungen ohne Gebühr möglich. Den freien Zugang zu Studien von Japanologie bis hin zu Theaterwissenschaften lässt sich der Staat einiges kosten. Schon bei der kleinsten Erwähnung von Einsparungen bzw. Kürzungen wird mit spektakulärem, politischem Aktionismus wie Universitätsbesetzungen dagegen mobil gemacht. Konsequent wird dabei auf all jene vergessen, deren Aus- und Weiterbildung sich außerhalb der Universität abspielt. Will sich eine Facharbeiterin oder ein Facharbeiter weiterbilden, so ist bald Schluss mit der uneingeschränkten Zugänglichkeit.

Diese Schieflage muss beseitigt werden: durch geförderte Vorbereitungskurse zur Meisterprüfung und die Einführung von Studiengebühren!

Eine Kostensenkung der Kursgebühren kommt für Hungerländer nicht in Frage: "Die Qualität der Ausbildung darf keinesfalls schlechter werden, es muss der politische Wille da sein, Weiterbildungsmöglichkeiten von Lehrberufen - und damit die Lehrberufe an sich - zu fördern", so Hungerländer abschließend.

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Patrick Bauer
FCG Jugend Generalsekretär
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