KÄRNTNER TAGESZEITUNG - Kommentar: Fürstengehabe zum Gesetz gemacht (von Daniela Gross)

Ausgabe, 7. September 2011

Klagenfurt (OTS) - Das freie Spiel der Kräfte, das in der Kärntner Landesregierung ausgerufen wurde, fördert Befremdliches zutage. Nicht, weil die SPÖ die FPK plötzlich lieb hat nein. Es ist das Warum, das nicht einleuchten mag. Noch am Montag hat sich die SPÖ über den Teuerungsausgleich mokiert: Das Fürstengehabe werde von den Sozialdemokraten abgelehnt und dabei bleibe man. Punkt. Gestern bei der Regierungssitzung wurde die Ablehnung über Bord geworfen - die Roten sind mit den Blauen ins Boot gestiegen. Wozu? Die FPKler hätten dank ihrer Mannstärke in der Regierung weder die ÖVP, die ohnehin noch in der Eiszeit dahinfrettet, noch die SPÖ gebraucht, um die diesjährige Auszahlung des heurigen 100ers durchzusetzen. Die als Brautgeschenk erhaltene gesetzliche Verankerung der Auszahlung kann es kaum sein, sie greift erst in drei Jahren. Derweil schifft man als Beiwagerl der Blauen beim Geldverteilen mit. Das >Fürstengehabe< bleibt. Schlimmer: Es wird mit Hilfe der SPÖ zum Gesetz gemacht.

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