Immobilienring IR: Erfolgreiches 2010 - Qualitätsanspruch rechnet sich

Energieeffizienz beeinflusst Marktwert - weitere Überregelung droht

Wien (OTS) - Wie schon in den vergangenen Jahren, seit der Mitte 2006 erfolgten Gründung des größten Immobilien-Netzwerks Österreichs Immobilienring IR, kann dieses auch für 2010 auf eine erfreuliche, weitere Steigerung des Transaktionsvolumens verweisen. "Die Aufgaben eines Immobilienmaklers wachsen stetig. Know-how in den Bereichen Wirtschaft und bautechnische Entwicklungen werden immer wichtiger um Kunden gut beraten zu können", resümiert Andreas G. Gressenbauer, Präsident des Immobilienrings IR. Die Umsatzsteigerung 2010 im Vergleich zu 2009 gibt ihm recht: Vergangenes Jahr erwirtschafteten die Mitglieder des Immobilienrings knapp 41,2 Millionen Euro. Mit rund 70 Prozent bewegt dabei der Osten Österreichs mit den Bundesländern Wien, NÖ und Burgenland das größte Volumen an Immobilien. Im wirtschaftlichen Vergleich gelingt es allerdings den westlichen Bundesländern Oberösterreich, Salzburg, Tirol und Vorarlberg mit wesentlich weniger Mitarbeitern finanziell größere Transaktionen abzuwickeln.

Der private Immobilienmarkt ist in den Bundesländern sehr unterschiedlich aufgestellt. Im Osten dominiert der Mietwohnungsmarkt und in Richtung Westösterreich noch immer das Eigenheim. "Das lange Zeit sehr traditionelle Wohnverhalten der Österreicher ändert sich. Wächst im Osten der Wunsch nach Eigentumswohnungen, vor allem auch als privates Anlageobjekt, so nimmt im Westen der Wunsch nach Mietwohnungen und -häusern zu, um die Anforderungen der Mobilität abdecken zu können", meint Gressenbauer.

Marktwert durch Energieeffizienz

Die technische Qualität der Objekte rückt zunehmend in den Vordergrund. "Der Trend geht klar in Richtung Ökologie, Häuser mit hohem Sanierungsaufwand können nur noch aufgrund einer hervorragenden Lage punkten", ist Paul Edlauer, Vizepräsident des Immobilienrings IR überzeugt. Objekte der 1970er und 80er Jahre, die energetisch nicht am letzten Stand sind, haben eine immer längere Verwertungszeit und unterliegen einem Preisverfall. Wesentlich bessere Preise sind mit ökologisch einwandfreien Standards errichteten oder sanierten Immobilien zu erzielen. Die Neuauflage der thermischen Sanierungsaktion motivierte viele Immobilieneigentümer zu umfassenden Sanierungsmaßnahmen. "Positiv für den Immobilienmarkt - denn in den vergangenen Monaten kam eine Vielzahl an herausragend sanierten Objekten auf den Markt. Parallel dazu hat sich eine Käuferschicht entwickelt, die neben der Lage und den Kosten einen besonderen Wert auf einen hohen ökologischen Standard legt und dafür auch bereit ist, mehr auszugeben", berichtet Gressenbauer.

Praxisferne Überregulierung für Makler nicht tragbar

Das Thema Ökologie soll jedoch zukünftig marktbestimmend für die Immobilienverwertung sein. Vor wenigen Tagen hat das Justizministerium einen Entwurf für ein neues Energieausweis-Vorlage-Gesetz zur Begutachtung geschickt, mit dem die EU-Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden umgesetzt werden soll. Mit dem Gesetz sollen Verkäufer und Vermieter künftig verpflichtet werden, bereits in Verkaufs- oder Vermietungsinseraten die Energieeffizienzklasse des jeweiligen Objektes anzugeben. "Solche Überregulierungen lehnen wir entschieden ab. Abgesehen davon, dass unsere Erfahrung, aber auch Studien zeigen, das Interesse an einer Liegenschaft ist in erster Linie durch seine Lage bestimmt, die Anschaffungskosten wie auch die laufenden Kosten. Nach Energiekennzahlen werden Immobilien sicher nicht gesucht. Aber selbstverständlich ist es für uns längst Usus, Immobilien in Exposés mit den wichtigsten Kennzahlen zum Energieverbrauch darzustellen", erklärt Gressenbauer.Der Gesetzesentwurf sieht vor, dass wer sich nicht daran hält, mit einer Verwaltungsstrafe bis zu 1.450 Euro rechnen muss. Die Verpflichtungen gelten für alle Verkäufer und Vermieter, unabhängig davon, ob sie als Unternehmer oder Private verkaufen oder vermieten. Zusätzlich sollen künftig bundesweit einheitliche Ausnahmeregeln für bestimmte Gebäudekategorien gelten. Das neue Gesetz soll per 1. Jänner 2012 in Kraft treten, die Begutachtungsfrist endet am 30. September 2011. Das bisher geltende Energieausweis-Vorlage-Gesetz aus dem Jahr 2006 soll damit aufgehoben werden.

Wohnraumverknappung steigert Preise

Zeitgleich mit der Entwicklung des österreichischen Immobilienmarktes beobachtet Gressenbauer die Auswirkungen einer österreichweiten Wohnraumverknappung: Das Angebot für qualitätsvollen und für Durchschnittsverdiener leistbaren Wohnraum ist gering. Mit der zunehmenden Nachfrage steigen die Preise, bestätigt auch der Immobilienpreisspiegel der Wirtschaftskammer: Bei Eigentumswohnungen ist in fast allen Bundesländern ein Preisanstieg zu verzeichnen, Spitzenreiter ist Wien mit durchschnittlich 3.000 Euro pro m2. Hingegen blieben die Preise für Reihenhäuser stabil - nur in Wien gab es eine leichte Teuerung. Ein deutliches Plus bei Grundstückspreisen erfuhr Niederösterreich - der Quadratmeterpreis liegt hier nun bei 117 Euro. "Eine extreme Entwicklung erleben wir dabei vor allem in Salzburg", so Gressenbauer. "Salzburg ist bei Einfamilienhäusern mit rund 2.380 Euro pro Quadratmeter Österreichs Spitzenreiter. Das Burgenland hat mit 1.271 Euro ebenfalls deutlich zugelegt. Die moderateste Preisentwicklung verzeichnete Vorarlberg", erläutert Gressenbauer.

Immobilienring IR

Österreichs größtes Maklernetzwerk zählt 65 Kanzleien und mehr als 450 Immobilienexperten auf über 90 Standorten in Österreich zu seinen Mitgliedern. Die Online-Immobilienbörse www.immobilienring.at mit 8.000 Objekten zählt zu den größten Immobilienportalen Österreichs.

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Pressestelle Immobilienring IR Österreich, Andrea Baidinger
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