Kurz: Religionen sind Partner für gelungene Integration

Integrationsstaatsekretär bei "Jour fixe" der Katholischen Publizisten: Einrichtung eines "Forum Islam" im Rahmen seines 20-Punkte-Integrationsprogramms ist wichtiges Projekt

Wien, 06.09.11 (KAP) Integrationsstaatssekretär Sebastian Kurz hat die Einbeziehung der Religionen und den Dialog mit den Religionsgemeinschaften als einen wesentlichen Punkt im Bemühen für eine verbesserte Integration von Zuwanderern bekräftigt. Falsch verstanden, könne Religion Integrationswilligkeit behindern; richtig verstanden sei Religion ein Teil der Lösung des Integrationsproblems, unterstrich Kurz beim "Jour fixe" des Verbandes Katholischer Publizisten Österreichs.

Wie bei anderen Glaubensgemeinschaften auch, treffe man bei muslimischen Zuwanderern oft auf eine sehr starke Bindung an die eigene Gemeinschaft, auch an Imame und Religionslehrer. Daher findet sich unter den 20 Vorschlägen für bessere Integration von Migranten, die der Expertenrat im Integrationsstaatssekretariat ausgearbeitet hat, die Einrichtung eines "Forum Islam", einer Diskussionsplattform mit Politikern, Muslime-Vertretern und Fachleuten. Das Forum solle sich zunächst dem Problem bei den Imamen widmen, vor allem was eine Ausbildung in Österreich statt im Ausland betrifft. Auch sollen Probleme im islamischen Religionsunterricht und beim Bau von Moscheen beraten werden.

Die Caritas ist laut Kurz eine sehr wesentlicher Partner in der Integration; eines der wichtigsten Projekte - die Lerncafes - werden zusammen mit ihr umgesetzt. Generell gebe es mit der katholischen Kirche und auch den anderen christlichen Kirchen eine sehr gute Gesprächsbasis. Die Kirchen seien auch wichtige Partner, wenn es um den interkulturellen Dialog und die Förderung der Offenheit gegenüber anderen Menschen geht.

Als "gelungen" betrachte er eine Integration dann, wenn ein Zuwanderer Staatsbürger werden kann - nicht muss, so Kurz, der dabei explizit auf die katholische Soziallehre und den Stellenwert der Person verwies. Von da her müsse ein neuer Österreicher seine Herkunft und Wurzeln nicht verleugnen. Wenn aber jemand österreichischer Staatsbürger werde, "soll er sich im Herzen so fühlen".

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