Eröffnung der Ausstellung "Josef Lackner_Wohnlandschaften" im Architekturzentrum Wien

Mittwoch, 14.09. um 18 Uhr

Wien (OTS) - Josef Lackner (1931 - 2000) zählt zu den
bedeutendsten Architekten der österreichischen Nachkriegsgeneration. Ausgebildet an der Wiener Akademie der bildenden Künste bei Clemens Holzmeister, macht sich Lackner ab 1961 in Innsbruck selbstständig. Der Wohnbau gehört zur zentralen Bauaufgabe in Lackners OEuvre, der erstmals anhand von zahlreichen Modellen aus der Sammlung des Az W präsentiert wird. Die ersten Arbeiten der 60er Jahre entstehen noch unter dem Einfluss der klassischen Moderne, gleichzeitig setzt sich Lackner kritisch mit den Planungsrealitäten seiner Zeit auseinander. Die "Anti-Stadt" von 1967 ist als kritischer Beitrag gegen die funktionalen Großstadtentwicklungen zu verstehen. Der Wohnbau als eine zur Landschaft gewordene Architektur - sie passt sich nicht der Topografie an, sondern tritt mit ihr in Dialog. Die bis heute aktuelle Sehnsucht des Menschen nach dem Eigenheim im Grünen lässt Lackner mehr als 60 Einfamilienhäuser realisieren. Interessant ist dabei die große Diversität der Häuser, die sich formal häufig an der elementaren Geometrie orientieren.

In diesem Jahr wäre Josef Lackner 80 Jahre alt geworden - das Az W nimmt dieses Jubiläum zum Anlass und würdigt eine große Persönlichkeit der österreichischen Architektur.

Dauer der Ausstellung: 15.09. - 03.10.2011

WEITERE VERANSTALTUNG

a_schaufenster 17: Josef Lackner_Hausbesuche
Mi, 14.09.2011, 18 Uhr (im Anschluss an die Ausstellungseröffnung!) Az W Podium & Neue Halle, Eintritt frei!

Gäste: Monika Abendstein, Peter Hellebart, Christof Lackner Moderation: Monika Platzer, Az W

Anlässlich der Ausstellung "Josef Lackner_Wohnlandschaften" werden im Rahmen des a_schaufenster diverse Wohnhäuser "besucht". Das Innenleben seiner Bauten ist wie ein Futteral an die persönlichen Bedürfnisse der Bewohner angepasst und von außen nicht auf den ersten Blick erfassbar. Vielfach kommt es in den Interieurs durch den spezifischen Einsatz der Materialien zu einer Homogenisierung des Raumes, gleichzeitig stehen die intensiven Farbakzente sowie die Weichheit von gerundeten Formen der eingebauten Möbel oft in Kontrast zur rationalen äußeren Erscheinung. Die Oberflächen und das Raumgefühl vermitteln eine Sinnlichkeit und Geborgenheit, die weit über das sonst übliche Gemütlichkeitsklischee hinausreichen.

Rückfragen & Kontakt:

Architekturzentrum Wien
Mag. Ines Purtauf
Tel.: 01 522 31 15-23
purtauf@azw.at
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