Zunehmende Gefährdung der SchülerInnen abgelehnt

Wir wollen weiterhin sichere Arbeitsplätze für SchülerInnen

Wien (OTS) - Die BMHS-Gewerkschaft berichtet von fehlenden Werteinheiten zur Finanzierung eines ordentlichen Schulbetriebes. So bekam allein eine einzige HTL in NÖ bei gleichbleibenden SchülerInnenzahlen um mehr als 200 Werteinheiten weniger zugeteilt als im Vorjahr. 200 WE entsprechen 10 Lehrerdienstposten. Die Schule habe, so die vorgesetzte Dienstbehörde, die Kürzungen selbst zu organisieren, was im konkreten Fall bedeutet, dass die gesetzlich normierten Teilungszahlen im Praxisunterricht nicht eingehalten werden können. Die Teilungszahlen sind jedoch bei bestehendem Gefährdungspotenzial oder besonderen pädagogischen Bedürfnissen anzuwenden. So sollten z.B. an einer Maschine mit Gefährdungspotenzial für Neuauszubildende in der Werkstätte nicht mehr als 6 Schüler gleichzeitig von einem Lehrer betreut werden dürfen. Wegen der fehlenden Werteinheiten wurde bereits in den letzten Jahren die Grenze von 6 SchülerInnen auf 8 SchülerInnen angehoben.

Die BMHS-Gewerkschaft macht auf diesem Wege öffentlich, dass eine weitere Erhöhung der SchülerInnenzahl wegen der drohenden gesundheitlichen Gefährdung der SchülerInnen abgelehnt wird. "Es geht um die Gesundheit der uns anvertrauten Kinder", so die BMHS-Gewerkschaft. Bei einem Unfall haben künftig jene die Verantwortung zu übernehmen, die eine Abweichung der Gruppengröße von den Vorgaben der Teilungszahlenverordnung nach oben angeordnet haben.

Auch für die Bundeselternvertretung ist die "Sicherheit unserer Kinder das höchste Gut" (Zitat Theodor Saverschel, Präsident des Bundeselternverbands). Sie lehnt daher angeordnete Maßnahmen, die die Gesundheit der Kinder gefährden, ab.

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HR MMag. Jürgen Rainer
Vorsitzender der BMHS-Gewerkschaft
Tel.: 0664/4981430

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