FPÖ-Neubauer: Rudi Anschober als Antiatom-Politiker unglaubwürdig

Wien (OTS) - "Rudi Anschober hat als Antiatom-Politiker
mittlerweile jede Glaubwürdigkeit verloren und kann allenfalls noch als Ankündigungspolitiker punkten. So ist wohl auch die Botschaft seiner heutigen Pressekonferenz zum Thema "Ein halbes Jahr nach Fukushima steigen viele Staaten aus der Atomenergie aus - allein Tschechien will noch stärker zum Atomenergiestaat werden" zu verstehen, so der freiheitliche Anti-Atom-Sprecher NAbg. Werner Neubauer. "Außer leeren Worthülsen und Ankündigungen wird wohl auch hiervon nicht viel bleiben", so Neubauer.

"Schon der Titel der Pressekonferenz ist insofern interessant, als Tschechien mit diesem Ansinnen keinesfalls 'allein' ist", bemerkt Neubauer dazu, "denn seit 17. August 2011 liegen Unterlagen im Rahmen des grenzüberschreitenden SUP-Verfahrens für ein nationales Energieprogramm der Republik Sloweniens zur Einsichtnahme auf, welches höchste Gefahrenpotentiale in sich birgt, was dem Herrn Anschober aber bis zum jetzigen Zeitpunkt keine Silbe einer Stellungnahme wert war."

Damit aber nicht genug, habe ein Beamter vor Ort auf die Frage Neubauers, ob es denn seitens des Landes Oberösterreich eine Stellungnahme zum Nationalen Energieprogramm der Republik Slowenien geben werde, die Auskunft erteilt, dass es laut Herrn Landesrat Anschober dazu keine geben werde, da Krsko ja ohnehin "so weit weg sei". Und das, obwohl die Unterlagen die Errichtung eines zusätzlichen AKW, die Errichtung eines Atomrestmülllagers und die Verlängerung der Laufzeit des Schrottreaktors in Krsko zum Inhalt hätten. "Und wer meint, dies sei des Wahnsinns genug, dem sei gesagt, dass dieser Wahnsinn noch auf erdbebengefährdetem Gebiet stattfinden soll. Und von dem Grünen Herrn Landesrat Anschober gibt es dazu keine Stellungnahme, von einem ernstzunehmenden Protest ganz abgesehen", stellte Neubauer fassungslos über diese Ignoranz fest.

"Ich möchte an dieser Stelle an das Verantwortungsbewusstsein des Herrn Anschober appellieren, die Bürgerinnen und Bürger über dieses Gefahrenpotential aufzuklären. Dies ist seine Pflicht, denn radioaktive Strahlung kennt keine Landesgrenzen. Es ist absurd sich auf Fukushima zu beziehen, aber andererseits zu sagen, dass Krsko so weit weg sei", so Neubauer.

"Wie schon so oft, hat auch hier einzig und allein die Freiheitliche Partei Österreichs ihre Verantwortung den Bürgerinnen und Bürgern Österreichs gegenüber wahrgenommen und als ersten Schritt die Medien mittels Pressemitteilung über dieses drohenden Gefahrenpotential in Kenntnis gesetzt. So wie wir bereits vier Beschwerden beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte eingebracht haben, werden wir auch im Fall Krsko alle uns zur Verfügung stehenden Mittel ergreifen, um dem Treiben der europäischen Atomlobby ein Ende zu setzen", so Neubauer abschließend.

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