WKÖ: Anreize für umweltfreundlicheren Wirtschaftsverkehr weiter stärken

Bundesspartenobmann Klacska: Flottenumstellung auf umweltfreundliche Lkw ist voll im Gange

Wien (OTS/PWK625) - Bei den heimischen Beförderungsunternehmen
ist die Flottenumstellung auf umweltfreundlichere Fahrzeuge voll im Gange. Praktisch sämtliche Schwere Lkw und Busse, die derzeit erstmals zum Verkehr zugelassen werden, erfüllen den umweltfreundlichen Abgasstandard EEV (Enhanced Enviromentally Friendly Vehicle). "Dieser ist der strengste am Markt verfügbare", bestätigt Alexander Klacska, Obmann der WKÖ-Bundessparte Transport und Verkehr, die Feststellung von Verkehrsministerin Doris Bures, wonach die Ökologisierung der Lkw-Maut die Umstellung von schadstoffreichen auf umweltfreundlichere Lkw beschleunigt. Der EEV-Abgasstandard wird von den Güterbeförderungsunternehmen freiwillig erfüllt, weist um ein Drittel geringere Feinstaubemissionen aus und geht damit über die gesetzlich vorgeschriebene EU-Norm EURO 5 hinaus.

Vorziehkäufe von Fahrzeugen mit der modernsten Abgastechnologie bedingen jedoch beachtliche Mehrkosten. "Damit die Fuhrpark-Modernisierung weiterhin prioritäre Angelegenheit bei den heimischen Güter- und Personenbeförderungsunternehmen bleibt, sind auch in Zukunft wirksame finanzielle Anreize erforderlich. Unternehmen, die derzeit ihren Fuhrpark mit EEV-Fahrzeugen auf den neuesten Stand bringen, sollten auch nach der nächsten Anpassung der Mautökologisierung einen attraktiven Tarif lukrieren können", so der Bundesspartenobmann. Jede ungebührliche Verteuerung wäre ein Signal in die falsche Richtung und verlangsame die Fuhrpark-Modernisierung österreichischer Fahrzeuge. "Zudem müssen Busse bei der Maut besser gestellt werden, wir brauchen Anreize für umweltfreundliche Transportmittel in der gewerblichen Personenbeförderung", hält Klacska fest.

Sowohl der Bund als auch einige Bundesländer stellten Ende 2010 die Förderung der Anschaffung von Einzelfahrzeugen ein. Die Wiedereinführung von Prämienmodellen und die Gewährung von Zuschüssen brächten eine wichtige Hilfestellung, Flotten rasch zu erneuern und heimische Unternehmen im internationalen Wettbewerb gegenüber der ausländischen Konkurrenz zu stärken.

Der Trend bei den Erstzulassungen im Jahr 2011 gegenüber den Krisenjahren 2009 und 2010 ist zwar sehr positiv. Das Niveau der Zulassung von Sattelzugfahrzeugen bewegt sich jedoch noch um 15 Prozent unter Vorkrisenniveau 2008. Die Zulassungen von Schweren Lkw liegen sogar noch um 30 Prozent darunter. Gefördert wird derzeit lediglich die Umstellung auf alternative Antriebe und Treibstoffe durch das Programm klima:aktiv mobil des Umweltministeriums, so Klacska. (PM)

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