AK-Beratungsstatistik zu Kündigungen im Krankenstand

AK Kärnten zu WKK: Hohe Zahl der Kündigungen im Krankenstand durch Beratungsstatistik belegt

Klagenfurt (OTS) - Klar belegt ist die Anzahl der Arbeitnehmer,
die sich wegen einer Kündigung im Krankenstand an die Arbeiterkammer Kärnten im Vorjahr gewandt haben, entgegnet die AK einer heutigen Medieninformation der Wirtschaftskammer Kärnten. "Die AK setzt sich dafür ein, dass ungerechtfertigte Kündigungen im Krankenstand nicht passieren dürfen und fordert konstruktive Gespräche statt pauschalen Verunglimpfungen!", betont AK-Präsident Günther Goach.

"Auswertungen der Beratungsstatistiken der AK Kärnten belegen die mittlerweile leider zu hohe Zahl der Kündigungen von Arbeitnehmern im Krankenstand", erwidert AK-Präsident Goach die heute von der WKK angezweifelte Zahl der Betroffenen. "Mittlerweile betrifft sogar jeder sechste Fall in der Arbeitsrechtsberatung der AK Kärnten die Kündigung im Krankenstand", zeigt Goach die Lage der Betroffenen auf. Die hohe Zahl belege außerdem, wie notwendig die Wiedereinführung des Entgeltfortzahlungsfonds sei.

Irritiert zeigt sich Goach über die ungewöhnlich pauschal getätigten Aussagen der WKK zu "unerklärlichen und nicht nachvollziehbaren Krankschreibungen" von Arbeitnehmern. "Hart und fleißig arbeitenden Menschen darf nicht vorgeworfen werden, dass sie womöglich Krankenstände schinden! Wie auch anständige Unternehmer keinesfalls diskreditiert werden dürfen!", betont der AK-Präsident. Gleichzeitig weist Goach darauf hin, dass nicht Arbeitnehmer, sondern Ärzte darüber bestimmen, ob ein Krankenstand vorliegt oder nicht. Hier müsse man Vertrauen an der Ärzteschaft haben und dürfe nicht deren Kompetenz anzweifeln.

"Das alleinige Interesse der AK liegt darin, die Problematik der Kündigungen im Krankenstand zu entschärfen, um Arbeitnehmern faire Arbeitsverhältnisse zu ermöglichen", betont GOACH abschließend und lädt Verantwortliche der WKK zu konstruktiven Gesprächen ein. Notwendig seien vor allem positive Veränderungen in Richtung alternsgerechtes Arbeiten sowie ein Kündigungsverbot nach einem Arbeitsunfall, fordert der AK-Präsident abschließend.****

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