FPÖ-Jannach: Führerscheingesetz: Bauernbund-Kritik ist scheinheilig

Wien (OTS) - "Die Kritik am neuen Führerscheingesetz duch einzelne Bauernbund-Vertreter sollten diese an die eigenen Abgeordneten im Nationalrat richten", ist der freiheitliche Agrarsprecher im Nationalrat, Harald Jananch, verwundert. Mit der beschlossenen Gesetzesänderung ist die Mitnahme des Führerscheins bei Fahrten mit dem Traktor oder anderen selbstfahrenden, landwirtschaftlichen Arbeitsmaschinen verpflichtend.

"Bei der landwirtschaftlichen Arbeit werden Arbeitsgeräte oft gewechselt und der Landwirt müßte den Führerschein praktisch permanent bei sich haben", sieht Jannach eine große Gefahr der Verschmutzung oder des Verlustes des Führerscheins. "Die derzeitige Regelung ist absolut praxis-untauglich", so Jannach, der eine Änderung fordert.

"SPÖ und ÖVP haben gegen die Stimmen der Oppostion diese praxisfremde und bauernfeindliche Regelung beschlossen", so Jannach. Im Nationalrat sitzen die obersten Bauernbundvertreter mit Fritz Grillitsch, Jakob Auer, Karl Donabauer als Obmann der bäuerlichen Sozialversicherung, Franz Eßl und Hermann Schultes als Präsidenten der Salzburger und der Niederösterreichischen Landwirtschaftskammern, Anna Höller als Bundesbäurin oder Johannes Schmuckenschlager als Landesobmann der NÖ Bauernjugend. "Sie alle haben für die Führerschein-Gesetzesnovelle gestimmt", erklärt Jannach. "Entweder haben diese Abgeordneten das Gesetz nicht gelesen, nicht verstanden oder mutwillig den Bauern dieses faule Ei gelegt", zeigt Jannach kein Verständnis für solche Arbeitsweisen von Abgeordneten.

"Wir werden einen Gesetzesantrag einbringen, der eine Änderung des im Juli 2011 in kraft getretenen Gesetzes vorsieht", so Jannach.

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