Öllinger: Staat pumpt jährlich eine Milliarde in verlustreiche private Pensionsvorsorge

Geld für Bildung, Gesundheit und Soziales statt für Banken, Versicherungen und FondsmanagerInnen

Wien (OTS) - "Mehr als eine Milliarde pro Jahr stopft der Staat in das private Pensionssystem, das für Pensionsberechtigte hauptsächlich Verluste produziert", kritisiert Karl Öllinger, Sozialsprecher der Grünen. Dies ergibt eine Studie des WIFO aus dem Jahr 2010, die der Sozialminister nach einer Anfrage der Grünen endlich veröffentlicht.

"Damit werden nicht zukünftige Pensionen, sondern Versicherungen, FondsmanagerInnen und Banken subventioniert. Und zwar auf Kosten der Billaverkäuferin, der Kindergartenpädagogin oder des Zeitarbeiters," sagt Öllinger zu den Ergebnissen der Studie.

"Das muss schleunigst beendet werden", meint Öllinger. "Hier wird den Menschen vorgegaukelt, sie würden Beiträge für Ihre Zukunft einzahlen. In Wirklichkeit können aber Versicherungen und Pensionsfonds ihre Verpsrechungen nicht halten", erläutert Öllinger. "Praktisch jeder in Österreich bezahlte Beitrag zu Privatpensionen hätte heute einen höheren Wert, wenn er auf ein längerfristig gebundenes Sparbuch einbezahlt worden wäre."

Die Grünen fordern nun, dass der Staat, den derzeit Betroffenen einen verlustfreien Umstieg in ein sicheres, öffentliches Modell ermöglicht. Schließlich wurden sie unter der blau-schwarzen Korruptionistenregierung regelrecht in die Geldvernichtungsmaschinerie "private Pensionsvorsorge" gezwungen. Die Subventionierung von Banken, Versicherungen und FondsmanagerInnen ist einzustellen.
"Mehr als eine Milliarde Euro, das müssen wir uns bildlich vor Augen halten", sagt Öllinger, "mit diesem Geld lösen wir anstehende Probleme wie etwa die Finanzmisere an den Unis und den Schulen, die Probleme der Krankenversicherung oder der Pensionsversicherung."

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