Bundesheer: Darabos gibt Startschuss zur weiteren Professionalisierung der Streitkräfte

Pilotprojekte sollen Erfahrungswerte zur Thematik liefern - Darabos: "Empfehlungen der Bundesheerreformkommission werden weiterverfolgt"

Wien (OTS/BMLVS) - Verteidigungsminister Norbert Darabos hat dem Generalstab den Auftrag erteilt, Projekte zur weiteren Professionalisierung der Streitkräfte einzuleiten. Darin enthalten sind eine attraktivere Gestaltung der Miliz, eine Reduktion von Systemerhaltern und die Professionalisierung von Verbänden. Aus Sicht des Ministers sind diese Pilotprojekte "ein erster Schritt", um weitere Erfahrungswerte zur Thematik zu gewinnen. "Damit tragen wir einerseits den neuen Herausforderungen Rechnung, andererseits wird die Empfehlung der Bundesheerreformkommission - die Gliederung des Bundesheeres so zu gestalten, dass spätere Entwicklungen wie etwa die Aussetzung der Wehrpflicht und die Umstellung auf ein Freiwilligenheer möglich sind - weiterverfolgt", so Darabos.

Im Folgenden die Pilotprojekte im Einzelnen:

1. Freiwilligenmiliz
Ziel ist es, die Miliz attraktiver zu gestalten und die Qualität von Milizeinheiten, vornehmlich Pionierkompanien, anhand des Modells eines Freiwilligenheeres, anzuheben. Dabei sollen Einheiten der Miliz - nach regionalen Gesichtspunkten ausgewählt - zu jährlichen Übungen und im Bedarfsfall auch zu Einsätzen herangezogen werden. Als Anreiz ist eine entsprechende Prämie vorgesehen.

2. Reduktion von Systemerhaltern
Ziel ist das probeweise Betreiben militärischer Liegenschaften und Einheiten ohne Systemerhalter, um damit eine deutliche Reduktion herbeizuführen. Dabei sind die als Systemerhalter eingesetzten Grundwehrdiener durch entsprechende Maßnahmen zu kompensieren. Betroffen davon sind in erster Linie die Bereiche Küchen, Betreuungseinrichtungen, Wachen und Kraftfahrer. Damit geht auch eine generelle Attraktivierung des Grundwehrdienstes einher.

3. Professionalisierung von Verbänden
Ziel ist die Aufstellung vorerst eines "Musterverbandes", welcher ausschließlich aus Berufs- und Zeitsoldaten bestehen soll. Dabei ist - möglichst an einem Standort - ein Verband für
einen geschlossenen Einsatz im In- und Ausland vorgesehen. Durch die Konzentration auf Kernaufgaben soll eine höhere Einsatzbereitschaft und eine raschere bzw. flexiblere Reaktionsfähigkeit auf die verschiedenen Einsatzszenarien erreicht werden.

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