ASFINAG: Sanierungs- und Ausbau-Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit in der Steiermark

Wien (OTS) - DI Gernot Brandtner, Geschäftsführer der ASFINAG: "In die Sanierung bestehender steirischer Autobahnen und Schnellstraßen investiert die ASFINAG heuer 70 Millionen Euro. Denn jede abgeschlossene Sanierung ist eine Investition in die Verkehrssicherheit." Ohne Schäden und ohne Schlaglöcher wird ein sicheres und komfortables Vorankommen garantiert. Größtmögliche Streckenverfügbarkeit und Verkehrssicherheit für ihre Kunden sind wesentliche Ziele der ASFINAG. Trotz der notwendigen Baumaßnahmen am Streckennetz sollen die Verkehrsteilnehmer weitgehend behinderungsfrei ihr Ziel erreichen. Dafür sorgt das ASFINAG-Baustellenmanagement. DI Brandtner erklärt: "So gewährleistet beispielsweise das gezielte Staffeln von Sanierungsmaßnahmen eine rasche Zielerreichung trotz Bauarbeiten am hochrangigen Straßennetz."

Weitere Investitionen im Jahr 2011 in die Verkehrssicherheit Neben den bereits laufenden Sanierungen in der Steiermark wie jenen auf dem steirischen Wechsel-Abschnitt auf der Süd Autobahn A 2 oder der S 6 Semmering Schnellstraße zwischen Leoben West und St. Michael, zählt zweifelsohne die Instandsetzung des Niklasdorftunnel auf der S 6 zum größten Bauprojekt des heurigen Jahres.

Tunnelsicherheit

Die Steigerung der Tunnelsicherheit im Netz der Autobahnen und Schnellstraßen ist ein zentrales Anliegen der ASFINAG und des Landes Steiermark. Verkehrslandesrat Dr. Gerhard Kurzmann: "Durch stetige Verbesserungen der Sicherheitsstandards der steirischen Tunnel ist es gelungen, die Anzahl an Sach- bzw. Personenschäden und Feuerbränden um 50 %, von 119 Ereignissen im Jahr 2007 auf 61 Ereignisse im Jahr 2010 zu senken". In Tunnels ereignen sich statistisch gesehen deutlich weniger Unfälle als im Freiland, jedoch sind es dann Ereignisse mit schweren Folgen. Aus diesem Grund wurden Österreich weit seit 2004 rund 3,7 Mrd. Euro in den Vollausbau sowie die sicherheitstechnische Aufrüstung von Autobahnen- und Schnellstraßentunnels investiert. Bis 2014 investiert die ASFINAG weitere rd. 1,1 Mrd. Euro in die weiterführende Erhöhung der Tunnelsicherheit auf Österreichs Autobahnen und Schnellstraßen

Sanierung Niklasdorftunnel

Im Zuge der Sanierung der gesamten Tunnelkette Bruck, erfolgt Anfang Oktober 2011 die Generalsanierung des Niklasdorftunnels. "Der Tunnel selber wird auf den neuesten Stand der Sicherheitstechnik gebracht - inklusive neue Videotechnik, Beleuchtung, Lüftung und Löschwasserleitung. Zusätzlich haben wir beim Niklasdorftunnel das bereits bekannte Problem mit dem Rutschhang auf der Ostseite des Tunnels. Dieses wollen wir im Zuge der Generalsanierung, die bis zum Sommerbeginn 2013 dauern wird, endgültig in den Griff bekommen", detailliert Gernot Brandtner die anstehenden Arbeiten.
Zur Erinnerung: Vor drei Jahren musste die Nordröhre des Tunnels für drei Wochen gesperrt werden, weil sich infolge einer Rutschbewegung des Hanges in der Tunnel-Innenschale Risse gebildet hatten. Der Tunnel wurde damals mit einer provisorischen zweiten Innenschale zwischensaniert. Seither überwacht eine permanente Mess-Einrichtung den Hang.

Während der Bauzeit wird der Verkehr jeweils in der nicht gesperrten Röhre mit jeweils einer Spur im Gegenverkehr geführt. Die Kosten für Sanierung von Tunnel und Hangrutschung liegen bei rd. 58,3 Millionen Euro.

Ausblick Sanierung Tunnelkette Bruck

Mit den Sanierungen der beiden Tunnel Bruck und St. Ruprecht wird voraussichtlich im Jahr 2015 die gesamte Tunnelkette Bruck fertig saniert sein. Geplant sind die Generalsanierung dieser beiden Tunnel für die Jahre 2013 bis 2015.

2. Röhre Gleinalmtunnel

Ein sehr wichtiges Tunnelsicherheitsprojekt in der Steiermark ist die Errichtung der 2. Röhre des Gleinalmtunnel. Hierfür haben die Planungen bereits begonnen. Baubeginn für die zweite Röhre ist für 2013 geplant. Ende 2017 soll die neue Röhre dem Verkehr übergeben werden. Im Anschluss daran erfolgt die Sanierung der Bestandsröhre. Der Vollbetrieb im Richtungsverkehr ist für 2019 geplant. Die Gesamtkosten werden sich aus derzeitiger Sicht auf 315 Mio. Euro belaufen.

Vollausbau Bosrucktunnel

Die zweite Tunnelröhre des Bosrucktunnels auf der A 9 Pyhrn Autobahn soll 2013 in Betrieb genommen werden. Die zweite Röhre des Bosrucktunnel wird den hohen Auflagen der Richtlinien für Verkehr und Straßenbau (RVS) entsprechend ausgerüstet. Für den für Verkehr zuständigen Landesrat Dr. Kurzmann ist die Errichtung der zweiten Tunnelröhre von großer Bedeutung: "Durch den Vollausbau des Bosrucktunnels wird ein Nadelöhr im österreichischen Straßennetz beseitigt. Durch den Ausbau der zweiten Tunnelröhre wird auch die Tunnelsicherheit wesentlich erhöht. Ist der Vollausbau erfolgt, bedeutet das letztendlich eine große Erleichterung für all jene, die regelmäßig diese Strecke nutzen - die Pendler, aber auch die Frächter, die diese wichtige Nord-Süd-Achse benützen."

Insgesamt besteht das Projekt Vollausbau Bosrucktunnel aus der Errichtung der 2. Tunnelröhre und aus der Generalsanierung der 1983 eröffneten, rd. 5,5 km langen Bestandröhre. Die Fertigstellung des Vollausbaus des Bosrucktunnels ist für 2015 vorgesehen und wird mit einem Investitionsvolumen von netto ca. 290 Mio. Euro vorgenommen. Im Zuge des Vollausbaus des Bosrucktunnels sind rd. 160 Personen über Jahre hinweg beschäftigt. Damit ist dieses Bauprojekt, das sich über die Bundesländer Steiermark und Oberösterreich erstreckt von volkswirtschaftlich hoher Bedeutung. DI Gernot Brandtner erläutert die Wichtigkeit wie folgt: "Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten sind Projekte wie der Vollausbau des Bosrucktunnels von immenser Bedeutung, weil Infrastruktur-Investitionen sehr schnell konjunkturwirksam werden und nachhaltig positive Effekte bringen."

Neubau der Tunnel-Überwachungszentrale Ardning

Ein weiteres Projekt, das im Dunstkreis des Vollausbaus des Bosrucktunnel heuer weiter vorangetrieben wird, ist der Neubau der Tunnelüberwachungszentrale Ardning. Dr. Kurzmann dazu: "Die optimale Verkehrssicherheit im Tunnel kann nur dann gewährleistet werden, wenn die Überwachung auf dem modernsten Stand der Technik ist. Der Neubau der Tunnelüberwachungseinrichtung ist daher ein wichtiger Schritt, um die Anzahl an Tunnelereignissen (Personen- und Sachschäden, Brände etc.) weiter zu senken". Neben der bestehenden Warte wird eine neue moderne Überwachungszentrale errichtet. Der Rohbau soll heuer noch fertig werden, ab 2012 beginnen die elektrotechnischen Arbeiten. Mit der Fertigstellung der 2. Röhre des Bosrucktunnels 2013 soll die neue ASFINAG-Zentralwarte in Betrieb gehen.

Verkehrssicherheitsoffensive - Zurückschalten und Auftanken

Insgesamt 90 Raststationen, 25 neue Rastplätze und über 165 Parkplätze entlang Österreichs Autobahnen und Schnellstraßen laden zu einer erholsamen Pause ein. Damit stellt die ASFINAG ihren KundInnen eines der am besten ausgebauten Rastanlagennetz Europas zur Verfügung.

Regelmäßige Fahrpausen erhöhen einerseits die Verkehrssicherheit und sorgen andererseits für eine entspannte Reise. Insgesamt warten 16.000 PKW- und 4.700 LKW-Stellplätze auf erholungsbedürftige Lenker. "Jüngste Studien zum Sekundenschlaf zeigen, wie wichtig es ist, regelmäßig Pausen einzulegen. Die neuen Rastplätze der ASFINAG, von denen es in der Steiermark bereits vier gibt, werden von den Kunden gut angenommen und sind stark frequentiert. Damit wird für unser Bundesland ein wichtiger Beitrag zur Verhinderung von Unfällen durch Sekundenschlaf geleistet - damit wird das steirische Straßennetz ein Stück sicherer", erklärt Verkehrslandesrat Dr. Kurzmann.

"Der Ausbauplan an Rastmöglichkeiten in der Steiermark sieht auch in den kommenden Jahren weitere Standorte vor. So kommen bis zum Jahr 2015 an der A 2 Süd Autobahn noch drei Rastplätze hinzu und auch der A 9 Pyhrn Autobahn noch ein Rastplatz", detailliert DI Brandtner.

Für die Steiermark sieht das Ausbauprogramm derzeit folgende Standorte mit einer Stellplatzanzahl von rund 200 für Lastkraftwagen in den jeweiligen Jahren vor:

  • 2011: A2 Krachelberg Süd
  • 2012: A2 Krachelberg Nord, A2 Lindegg Ost und West, A9 Premstätten
  • 2014: A2 Schäffern Ost
  • 2015: A9 Ardning

Gernot Brandtner weiter: "In Zahlen ausgedrückt bedeutet das, dass bis Ende 2010 in der Steiermark für Stellplatzerweiterungen etwa Euro 14,6 Mio. Euro investiert wurden und für die Zukunft sollen weitere rund Euro 22 Mio. zur Verfügung gestellt werden."

Rastplatz Krachelberg Süd

Mit Anfang September erfolgt mit dem Baubeginn zum Rastplatz Krachelberg Süd (Bereich Laßnitzhöhe) ein weiterer Schritt in der Verkehrssicherheitsoffensive der ASFINAG. Dort entsteht in Fahrtrichtung Wien bis Ende 2012 ein moderner Rastplatz mit WC, Dusche und modernen Sitzgelegenheiten. Rd. 3,5 Millionen Euro wird dieser Rastplatz kosten. Im kommenden Jahr soll dann auch in Richtung Graz ein derartiger Rastplatz entstehen.

Laufende Straßenbauauprojekte im Jahr 2011 auf den steirischen Autobahnen und Schnellstraßen:

- A 2 Süd Autobahn:

  • Generalsanierung Zöbern - Pinggau (beide Richtungen): Mitte März bis Ende Oktober 2011, Weiterführung 2012 (rd. Euro 51,5 Mio.)
  • Generalsanierung Ilz - Sinabelkirchen (Richtungsfahrbahn Wien): Mitte August - Ende November (rd. Euro 5,3 Mio.)
  • Sanierung Anschlussstelle Graz Ost (Brücken und Rampen): Mitte Juli bis Ende September 2011 (rd. Euro 2,7 Mio)
  • Sanierung Brückenobjekt G 63 und Anschlussstelle Lieboch: Anfang Juli - Mitte November 2011 (rd. Euro 2,8 Mio)
  • S 6 Semmering Schnellstraße:
  • Generalsanierung Leoben West - St. Michael (beide Richtungen): Anfang Juli - Ende November (rd. Euro 6,0 Mio.)

Tunnelausbau-/Sanierungsprojekte in der Steiermark:

  • S 6 Semmering Schnellstraße:
  • Generalinstandsetzung Niklasdorftunnel: Anfang Oktober - Ende Juni 2013 (rd. Euro 58,3 Mio.)

- Vollausbau Bosrucktunnel:

  • 2.Röhre Bosrucktunnel: Baubeginn 2009 - Verkehrsfreigabe 2013 (rd. Euro 208 Mio.)
  • Generalerneuerung Bestandsröhre: Baubeginn 2013 - Verkehrsfreigabe 2015 (rd. Euro 82 Mio.)
  • Bestandteile der Generalerneuerung -> umfangreiche Maßnahmen im Bereich der Tunnelaußenschale, der Zwischendecke und der Fahrbahn Im Vollausbau wird der Tunnel über folgende sicherheitstechnische

Einrichtungen verfügen:

  • 5 Abstellnischen im Abstand von 1.000 m
  • 11 Querschläge, davon sechs begehbare und fünf mit Einsatzfahrzeugen befahrbare im Abstand von 1.000 m
  • Je 43 Notruf- und Feuerlöschnischen
  • Betondecke als Fahrbahnbelag
  • Querlüftung
  • Notruf- und Fluchtwegkennzeichnung
  • Helle reflektierende Tunnelwand-Beschichtung (bis zu 4,5 m Höhe)
  • Einfahrts-, Durchfahrts und Notbeleuchtung
  • Bordsteinreflektoren beidseits der Fahrbahn
  • Tunnelfunkanlage für Verkehrsfunk, Einsatz und Betrieb

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Walter Mocnik
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