FPÖ-Neubauer: Vollautonom Theiner geht mit altem Hut hausieren

Südtiroler Volkspartei verspricht wieder einmal das "Blaue vom Himmel"

Wien (OTS) - "Da der Südtiroler Volkspartei (SVP) schön langsam die Wähler abhanden kommen, hat der Landesparteiobmann der SVP, Richard Theiner, den alten Hut der Vollautonomie neu entdeckt", kommentierte der freiheitliche Südtirol-Sprecher NAbg. Werner Neubauer den Versuch patriotisch gesinnte Wähler zurück ins Boot holen.

Was von den Ankündigungen der SVP zu halten sei, habe man in den vergangenen Jahren leidvoll erleben müssen, kommentierte Neubauer den Vorstoß Theiners. So sei der Vorstoß der SVP zur endgültigen Entfernung der faschistischen Relikte, die dennoch nirgendwo entfernt wurden ebenso gescheitert, wie die den Menschen vor der letzten Wahl versprochene doppelte Staatsbürgerschaft, für die man gar schon Unterschriften gesammelt habe, erinnerte Neubauer an diese und zahlreichen andere leeren Versprechungen an die Menschen Tirols.

"Neu ist der Vorschlag der Vollautonomie freilich auch nicht, sondern eher ein 'alter Hut'", so Neubauer, der daran erinnerte, dass diese Idee bereits im Jahre 1991, also vor 20 Jahren, erstmals von der Gruppe Neue Mitte in der SVP vorgebracht worden sei. Taten seien -wie so oft - keine erfolgt, so Neubauer.

"Die derzeit einzige, realistische Zukunftsperspektive für Südtirol kann nur in der Ausarbeitung von Kriterien zu einem 'Freistaat-Modell' liegen", betonte Neubauer, der in der Erweiterung der Autonomie zu einer "Vollautonomie" eine Diskussionsgrundlage sieht. Letztlich müsse aber das Recht auf Selbstbestimmung und die Wiedererreichung der Tiroler Landeseinheit das Ziel des politischen Handelns bleiben, betonte Neubauer.

In Kenntnis der Durchschlagskraft der SVP, sei zu befürchten, dass der nun erfolgte Vorschlag nichts anderes als eine erneute Täuschung der Wähler sei, so Neubauer, der an die seinerzeitige Fantasterei einer Europaregion Tirol erinnerte, von der nichts geblieben sei.

Offenbar sei die Bekanntgabe der neuesten Umfrage in Bozen Auslöser der Scheinaktivitäten der SVP. So sei das Vertrauen der Wähler in Südtirol gerade mal noch mit 48% bei Durnwalder und Co.. Bei dieser Prozentzahl sei besonders der hohe Anteil italienischer Wähler bemerkenswert, analysierte Neubauer. "Einst 1945 gegründet, um die deutsche und ladinische Bevölkerung als Sammelpartei in Südtirol und gegen die Unterwanderung Italiens politisch zu vertreten, wirft man sich seit Jahren ins Bett jener, die vor neunzig Jahren dieses Land widerrechtlich annektiert hatten", kritisierte Neubauer den SVP-Kurs.

Hier habe sich der konsequente Kurs der "Freiheitlichen-Südtirol" bewährt, die in Umfragen um 5 Prozent zulegen konnten und nun bei 20 Wähleranteil liege würden, so Neubauer.

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