Neues Volksblatt: "Klarheit" von Markus EBERT

Ausgabe vom 6. September 2011

Linz (OTS) - "Reformen durchzusetzen, das benötigt einiges an Mut. Mut, den uns Wolfgang Schüssel vorgelebt hat", so ÖVP-Parteichef Michael Spindelegger
Der von Spindelegger angesprochene Mut ist wohl auch der Hauptgrund, warum Schüssel als Politiker sehr oft polarisiert hat - da muss man gar nicht ausschließlich seine Zeit als "Wendekanzler" im Visier haben. Schüssel hatte den Mut, politische Visionen in die Tat umsetzen zu wollen und auch umzusetzen - ein Verhalten, das ihn etwa vom aktuellen SPÖ-Bundeskanzler diametral unterscheidet. Dass er als Wahl-Dritter mit dem Wahl-Zweiten FPÖ eine Regierung einging, hat ihn zum liebsten Feind der vereinigten Linken in diesem Land gemacht. Deren notorische Ablehnung der scharz-blauen Koalition verstellt bis heute den Blick auf die Reformagenda dieser Jahre - Abfertigung Neu, Kinderbetreuungsgeld, Polizeireform, Pensionsreform, um nur einige Beispiele zu nennen. Aber, und auch damit muss Schüssel leben: Das Personal seiner Kabinette konnte mit dem Qualitätsanspruch des Kanzlers nicht immer Schritt halten. Damit die daraus resultierende "Schuldsvermutung" für diese Zeit ein Ende hat, kann nur begrüßt werden, was Schüssel selbst sagte: Es gelte, "umgehend Klarheit zu schaffen".

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