Moser: ÖBB-Tarifpläne enthalten viele Fragezeichen

Grüne: Stammkunden belohnen statt bestrafen - wo bleibt Österreich-Ticket?

Wien (OTS) - "Die langsam konkreter werdenden Tarifreform-Pläne
bei den ÖBB lassen noch viele Fragen offen", erklärt die Verkehrssprecherin der Grünen, Gabriela Moser. Einfaches Copy-paste vom Billigflieger könnte aber auch ökonomisch in die Hose gehen:
"Schwach ausgelastete Züge durch gezielte Angebote attraktiver zu machen ist sinnvoll, darf aber nicht mit Nachteilen für StammkundInnen durch Verteuerung in Spitzenzeiten erkauft werden. Ich frage Verkehrsministerin Doris Bures: Wo bleibt das Österreich-Ticket für alle Öffis? Das würde den VielfahrerInnen wirklich das Leben erleichtern", zeigt sich Moser überzeugt.

"Schon heute klagen viele BahnkundInnen über die immer unübersichtlichere Tariflandschaft, die selbst für Handy- und Computer-versierte Menschen immer wieder Überraschungen jeder Art bietet. Ob dieses Abkupfern vom Flugverkehr, das in Managerkreisen offenbar besonders beliebt ist, wirklich den Bedarf der Masse der BahnkundInnen trifft? Viele Vorteilscard-KäuferInnen fragen sich auch, ob sich diese Investition noch lohnt, wenn ihr Wert mit Schnäppchen hier und Schnäppchen da laufend ausgehöhlt wird. Wir Grüne vermissen klare Anreize von Verkehrsministerin Bures und dem ÖBB-Management für die DauerkundInnen der ÖBB, dem Unternehmen trotz der vielen Mängel treu zu bleiben. Wer oft mit der Bahn fährt, fährt meist nicht zum Spaß und kann sich auch Ziel und Zeitpunkt selten aussuchen. Die ÖBB-Tarifreform könnte diese große KundInnengruppe gezielt durch Tarifzuschläge bestrafen. Das hat schon beim offensichtlichen Tarifreform-Vorbild Deutschland zu massivem Fahrgastschwund und Umsatzrückgang im zweistelligen Prozent-Bereich geführt und kommt für die Grünen daher nicht in Frage. Das Problem überfüllter Züge durch Fahrgastvertreibung zu "lösen" würde zwar zum laufenden Bahn-Streichkonzert - vom Fernverkehr ab Graz bis zu den Regionalbahnen - passen. Bahn-Spitze und Ministerin müssen ein Offensivkonzept und kein Vertreibungskonzept vorlegen", fordert Moser.

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