Brunner: Slowenien plant neues AKW - Faymann und Spindelegger jetzt am Zug

Grüne legen Protest gegen geplantes zweites AKW an Standort Krsko

Wien (OTS) - Slowenien will von einem Atomausstieg nichts wissen.
Es plant einen neuen Reaktor in Krsko, eine Laufzeitverlängerung für das alte AKW und ein neues Endlager für radioaktive Abfälle. Christiane Brunner, Umweltsprecherin der Grünen, sieht nun die Regierung mit Bundeskanzler Faymann und Vizekanzler Spindelegger an der Spitze gefordert: "Slowenien geht mit dieser Energiepolitik eindeutig in die falsche Richtung. Krsko liegt, genau wie Fukushima, in einem Erdbebengebiet. Das AKW muss daher stillgelegt werden und nicht wie vorgesehen verlängert oder sogar ausgebaut werden."

Nach europäischem Recht wird nun eine strategische Umweltprüfung (SUP) für ein neues Energiekonzept Sloweniens, das auch einen zweiten Reaktor bei Krsko beinhaltet, durchgeführt. Alle StaatsbürgerInnen in Slowenien und in Österreich haben das Recht, bis 22. September 2011 schriftliche Stellungnahmen abzugeben. Auf der Homepage der Grünen, wird ab sofort eine Muster-Stellungnahme zum Downloaden zur Verfügung gestellt. "Die Grünen werden Protest einlegen. Das fordere ich auch von der Bundesregierung. Kanzler Faymann kann jetzt zeigen, wie ernst er es mit dem Atomausstieg meint", sagt Brunner.

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