Kommunale Beleuchtung: Handlungsbedarf für Gemeinden

ErP-Richtlinie: Austausch veralteter Beleuchtungen bis 2017 Zweifaches Einsparungspotenzial: 30% Kosten und 50% Energie Roadshow "Neue kommunale Beleuchtung" in Österreich unterwegs

Wien (OTS) - Die ErP-Richtlinie (Energy related Products, vormals EuP-Richtlinie) der EU erzeugt in den österreichischen Gemeinden einen dringenden Handlungsbedarf veraltete kommunale Innen- und Außenbeleuchtung stufenweise bis 2017 energieeffizient zu erneuern. In den kommenden sechs Jahren werden jährlich ineffiziente Lampen-und Leuchtenmodelle, die nicht den definierten Lichtausbeuten (Effizienzkriterien der Verordnung) entsprechen, Schritt für Schritt vom Markt genommen - diese dürfen folglich auch nicht mehr in Umlauf gebracht werden. Etwa ein Drittel der kommunalen Beleuchtung in Österreich stammt noch aus den 1960er Jahren und nur ein Drittel entspricht den aktuellen technologischen Möglichkeiten.

2012 beginnt das Ausphasen weniger effizienter Außenbeleuchtungsmodelle in der Straßenbeleuchtung: Demnach sollen ab diesem Zeitpunkt mehr als 30 Prozent der Straßenbeleuchtung in Städten und Gemeinden in Österreich umgerüstet werden. Die Investition in den Technologietausch rechnet sich für die Gemeinden im laufenden Betrieb mit bis zu 30 Prozent Kostenersparnis und bis zu 50 Prozent weniger Energieverbrauch. Die Roadshow "Neue kommunale Beleuchtung" geht auch dieses Jahr wieder auf Österreich-Tour um die brennendsten Fragen rund um den bevorstehenden Technologietausch zu beantworten.

ErP Richtlinie bringt langfristige Effizienz in die Gemeindebudgets

Die Investition in den Technologietausch rechnet sich für die Gemeinden über den Lebenszyklus der Beleuchtung: Denn mit der Senkung des Energieverbrauchs ist eine enorme Kosteneinsparung verbunden, da das Energieeinsparungspotenzial einer durchschnittlichen Gemeinde durch moderne Beleuchtungskonzepte rund 50 % betragen kann. In einer Mustergemeinde mit 4.300 Einwohnern und einer Jahresbrenndauer der Straßenbeleuchtung von 4.200 Stunden reduziert sich z. B. der Stromverbrauch von 297.532,2 kWh um 48 % auf 141.913,8 kWh pro Jahr, gleichzeitig gehen die jährlichen Betriebskosten von 40.196,60 Euro auf 19.172,60 Euro zurück. Zusätzlich trägt der Austausch ineffizienter Beleuchtungstechnologien maßgeblich zur Reduktion der CO2-Emissionen mit einem Potenzial von zirka 1,8 Mio. Tonnen pro Jahr bei.

Europäische Rahmenrichtlinie definiert neue Anforderungen im Bereich Energieeffizienz

Die Energy-related-Products-Richtlinie (vormals EuP, 2005/32/EC geändert durch die Richtlinie 2009/125/EG) wurde in Österreich mit der Ökodesign-Verordnung umgesetzt. Ziel, der unter dieser Rahmenrichtlinie subsumierten Durchführungsmaßnahmen, ist eine energieeffiziente Produktgestaltung, um die Auswirkungen von energiebetriebenen Produkten auf die Umwelt zu reduzieren. Im Segment Beleuchtung sind sowohl Produkte für den Haushalt als auch für den tertiären Bereich (Straßen-, Büro- und Industriebeleuchtung) betroffen: Die Verordnung erfasst etwa Leuchtstofflampen ohne eingebautes Vorschaltgerät, Hochdruckentladungslampen, Vorschaltgeräte für Leuchtstofflampen und Hochdruckentladungslampen und Leuchten für Leuchtstofflampen und Hochdruckentladungslampen. Technologien, die den definierten Effizienzkriterien der Richtlinie nicht entsprechen, werden schrittweise aus dem Markt genommen. Sie verlieren ihre CE-Kennzeichnung und dürfen in der EU nicht mehr verkauft werden.

Know-how für den erfolgreichen Technologietausch: Roadshow "Neue kommunale Beleuchtung"

Die Themen der Roadshow zeigen dieses Jahr den möglichen Weg zu energieeffizienter Beleuchtung auf: Neue Modelle und Einsatzmöglichkeiten, kommunale Beleuchtung als Teil öffentlicher Beschaffung, Best-Practice-Beispiele, Energieberatung sowie Finanzierungs- und Förderungsmöglichkeiten.

"In Gemeinden besteht konkreter Informationsbedarf rund um den bevorstehenden Technologietausch - auch bei der fachgerechten Entsorgung. Als langjährlicher verlässlicher Partner der Gemeinden unterstützt die UFH-Altlampen GmbH dieses Jahr maßgeblich die Roadshow, um den kommunalen Entscheidungsträgern den Weg zu energieeffizienter kommunaler Beleuchtung zu erleichtern", so Mag. Thomas Faast, Geschäftsführer der UFH-Altlampen GmbH.

Die Informationsveranstaltung macht von 8. September bis 29.September 2011 in sechs Landeshauptstädten Halt. Der Auftakt der Tour ist am 8. September 2011 in St. Pölten: weitere Stationen sind in Linz, Graz, Innsbruck, Salzburg und Klagenfurt. Neben den Vorträgen findet eine begleitende Ausstellung zu den Themen Technologie, Finanzierung und Förderung statt.

St. Pölten, Wirtschaftskammer: 8. September 2011

Linz, Linz AG-Center: 13. September 2011

Graz, Wirtschaftskammer: 22. September 2011

Innsbruck, The PENZ Hotel: 27. September 2011

Stadt Salzburg, Wirtschaftskammer/ WIFI: 28. September 2011

Klagenfurt, Bauhof Kärnten: 29. September 2011

Anmeldung und Informationen unter
http://www.gemeindebund.at/fg_form.php?formID=41

Über das UFH

Die österreichische UFH Holding GmbH, der auch die UFH RE-cycling GmbH mit der Kühlgeräte-Recyclinganlage im niederösterreichischen Kematen/Ybbs angehört, hat ihren Sitz in Wien. Unter ihrem Dach sind auch die UFH Elektroaltgeräte Systembetreiber GmbH und die UFH Altlampen Systembetreiber GmbH als österreichische Marktführer bei der Sammlung und Verwertung von Elektroaltgeräten tätig. Das UFH erzielte 2010 mit 12 MitarbeiterInnen einen Umsatz von rund 9 Millionen Euro und betreute ca. 800 Kunden. Das UFH ist ein Netzwerkpartner des FEEI - Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie.

Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie

Der Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie vertritt in Österreich die Interessen von rund 300 Unternehmen mit knapp 59.000 Beschäftigten und einem Produktionswert von 11,5 Milliarden Euro (Stand 2010). Gemeinsam mit seinen Netzwerkpartnern - dazu gehören u. a. die Fachhochschule Technikum Wien, das Forum Mobilkommunikation (FMK), das UFH, das Umweltforum Starterbatterien (UFS), der Verband Alternativer Telekom-Netzbetreiber (VAT) und der Verband der Bahnindustrie (bahnindustrie.at) - ist es das oberstes Ziel des FEEI, die Position der österreichischen Elektro- und Elektronikindustrie im weltweit geführten Standortwettbewerb zu stärken.

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