Zwazl: Unverantwortliche Panikmache der AKNÖ bei Krankenständen

Hohes Verantwortungsbewusstsein der NÖ-Betriebe für ihre Mitarbeiter

St. Pölten (OTS) - Als "unverantwortliche Panikmache ohne seriösen Hintergrund" weist Sonja Zwazl, die Präsidentin der Wirtschaftskammer Niederösterreich, die jüngste Meldung der niederösterreichischen AK zu Kündigungen im Krankenstand zurück. "Die Zahlen sind nicht durch Daten der Gebietskrankenkasse gedeckt, von einer "alltäglichen Gesetzesverletzung", wie es die AKNÖ formuliert hat, kann keine Rede sein", so Zwazl. "Gerade die niederösterreichischen Betriebe haben selbst in Zeiten größter wirtschaftlicher Schwierigkeiten alles getan, um möglichst keine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter freisetzen zu müssen und damit ihr hohes Verantwortungsbewusstsein für ihre Belegschaften mehr als deutlich bewiesen."

Den Attacken der AKNÖ sind folgende Fakten entgegen zu halten:

Erstens: Die behaupteten 1.300 Kündigungen aus Krankheitsgründen sind in keiner Weise nachvollziehbar.

Zweitens: Wird ein Arbeitnehmer im Krankenstand gekündigt, läuft der Entgeltfortzahlungsanspruch so lange weiter, bis er gesetzlich ausgeschöpft ist (also auch über das Ende des Dienstverhältnisses hinaus) oder der Krankenstand endet. Der Arbeitgeber erspart sich also nichts.

Drittens: Lediglich bei einer einvernehmlichen Auflösung des Dienstverhältnisses entfällt die Entgeltfortzahlungsverpflichtung für den Arbeitgeber. Eine einvernehmliche Auflösung ist aber nur mit Zustimmung der Arbeitnehmers möglich.

Viertens: Für kleine und mittlere Betriebe gibt es bei längeren Krankenständen - ab dem 11. Tag - einen Zuschuss von 50 Prozent des fortgezahlten Entgelts durch die AUVA.

"Dieser Zuschuss hat sich bewährt", so Zwazl. "Eine Wiedereinführung des Entgeltfortzahlungsfonds ist für uns kein Thema." Insgesamt werden in Niederösterreich bei der Sozialversicherung jährlich rund 900.000 An- und Abmeldungen registriert.

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