Telekom Austria: Aufsichtsrat stellt Weichen für vollständige Aufklärung

Wien (OTS) - Unabhängiges externes Untersuchungsteam wird beauftragt - Neu eingerichteter Kontrollausschuss des Aufsichtsrates überwacht Untersuchungen - Umsetzung der Rückforderungsansprüche aus dem Aktienoptionsprogramm gestartet

Im Rahmen der außerordentlichen Sitzung hat der Aufsichtsrat der Telekom Austria AG heute unter dem Vorsitz von Mag. Markus Beyrer ein Maßnahmenpaket zur vollständigen Aufklärung sämtlicher Vorwürfe beschlossen. Beyrer: "Aufsichtsrat und Vorstand haben damit seit dem ersten dem Unternehmen selbst zugänglichen Geständnis konsequente Schritte gesetzt und rasch die notwendigen Strukturen für eine umfassende Aufklärung geschaffen."

Bei der Sitzung wurden folgende Beschlüsse gefasst:

1. Der Aufsichtsrat richtet einen ad-hoc Kontrollausschuss ein, der die Schnittstelle zwischen Aufsichtsrat und dem einzurichtenden externen Untersuchungsteam bilden wird. Der Ausschuss setzt sich aus Markus Beyrer als Vorsitzenden, Franz Geiger und einem von der Belegschaftsvertretung zu nominierendem Mitglied zusammen.

2. Der Kontrollausschuss nominiert und beauftragt ein unabhängiges, externes und mit internationalen Fachleuten verstärktes Untersuchungsteam, das auf den bisherigen Ermittlungen aufbaut und dem Kontrollausschuss direkt berichtet. In diesem Zusammenhang sollen u.a. Akquisitionen und Immobiliengeschäfte durchleuchtet werden. Das Untersuchungsteam arbeitet dabei mit der Internen Revision der Telekom Austria zusammen, die für diese Untersuchungen vom Vorstand weisungsfrei gestellt wird. Überdies wird es Aufgabe des Untersuchungsteams sein, das Compliance-System der Telekom Austria eingehend zu analysieren und bei Bedarf Vorschläge für die weitere Verbesserung zu machen.

3. In Umsetzung der einstimmigen Beschlüsse des Aufsichtsrates vom 16.8. hinsichtlich der Rückforderung aller Zahlungen aus dem Aktienoptionsprogramm 2000 und der Geltendmachung von Schadenersatzforderungen gegen Schädiger wurde von Aufsichtsrat und Vorstand gemeinsam ein Rechtsanwalt mit der integrierten Umsetzung beauftragt. Weiters wurde die Einrichtung der für die Rückzahlungen notwendigen Treuhandkonten beschlossen.

4. Der Aufsichtsrat hat dem Vorstand der TA ausdrücklich empfohlen, die Konzernorganisation um einen externen Experten als Verantwortlichen für Konzern-Compliance zu verstärken, der bei Bedarf an den Kontrollausschuss berichtet.

"Wir werden alles prüfen und thematisieren, was für eine lückenlose Aufklärung notwendig ist", stellt Beyrer klar. "Der Aufsichtsrat hat damit klare organisatorische Grundlagen für die umfassende Aufklärung sämtlicher Sachverhalte geschaffen. Jetzt geht es um die zügige, aber vor allem auch professionelle Umsetzung, wobei auf ein ausgewogenes Kosten-/Nutzenverhältnis zu achten sein wird. Ein abschließender Bericht soll bis spätestens zur Hauptversammlung 2012 vorliegen."

Wien, am 02.09.2011

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