Schlangen-Nest im Handgepäck / VIER PFOTEN fordert Halteverbot für exotische Haustiere

München/Wien (OTS) - Am vergangenen Montag haben Zollbeamte am Flughafen München 36 lebende Schlangen im Handgepäck eines Australiers beschlagnahmt. Es handelt sich wahrscheinlich um geschützte junge Pythons, die in einem Stoffbeutel versteckt waren. Anlässlich des spektakulären Funds fordert die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN jetzt ein Verbot der Haltung exotischer Haustiere in Privatbesitz. So könnten solche Schmuggel-Fälle in Zukunft verhindert werden, die für die Tiere großes Leid bedeuten. Viele Exoten sterben an Stress, Platzmangel, unzureichender Wasser- und Futterversorgung oder schlechter Belüftung während des Transports.

"Die Münchner Schlangen haben noch Glück gehabt, dass sie die Tortur des Flug-Transports überlebt haben", so Johanna Stadler von VIER PFOTEN. "Doch auch sie erwartet ein nicht artgerechtes Leben in engen Terrarien, fern ihres natürlichen Lebensraums." Von exotischen Tieren können auch Gefahren für die Halter ausgehen. Viele Reptilienarten können für den Menschen gefährliche Salmonellen-Typen übertragen. Experten empfehlen deshalb, dass Personen mit erhöhtem Infektionsrisiko (z.B. Kinder oder ältere Personen) den Kontakt mit Reptilien meiden sollen. Die Tiere können nicht nur den Menschen gefährlich werden, sondern auch für die heimische Flora und Fauna eine Bedrohung darstellen. Denn nicht selten werden lästig gewordene Exoten einfach ausgesetzt, oder sie können entkommen. VIER PFOTEN bittet alle tierlieben Menschen darum, auf den Kauf von exotischen Tieren zu verzichten und stattdessen ein Tier aus dem Tierheim zu adoptieren.

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Johanna Stadler
Tel.: 0664/122 1051

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