Antoni: Bildungsangebot im Waldviertel lässt viele Wünsche offen

Neue Ausbildungsalternativen sind ein Gebot der Stunde

St. Pölten (OTS) - Das Bildungsangebot in den Waldviertler
Bezirken Gmünd, Horn, Waidhofen und Zwettl ist weiterhin viel zu dünn gestreut. Das aktuelle Angebot an Berufsbildenden Höheren Schulen entspricht keinesfalls den Notwendigkeiten. "Mit 29 Prozent
hat das Waldviertel den niedrigsten Anteil an 14- bis 18-Jährigen in maturaführenden Schulen, was für viele eine große Hemmschwelle für zukunftsorientierte Bildung bedeutet. In Gmünd beispielsweise gibt es heuer erstmals keine erste Handelsschulklasse am Schulzentrum Gmünd", weiß der Waldviertler SPNÖ-Mandatar LAbg. Konrad Antoni zu berichten.

"Das Schulangebot im Bereich der Höheren Schulen lässt viele Wünsche offen und zwingt die Jugendlichen, den Weg nach Krems oder in noch weiter entfernte Bezirke in Kauf zu nehmen. Daher ist es ein Gebot der Stunde, neue Ausbildungsalternativen für das nördliche Waldviertel zu schaffen, um den jungen Menschen die gleichen Chancen wie ihren AlterskollegInnen in den übrigen Landesvierteln zu geben. In einem ersten Schritt könnte die bildungspolitisch bedenkliche Situation mit zusätzlichen Ausbildungszweigen an bestehenden Bildungseinrichtungen verbessert werden. Die Errichtung von Facharbeiterausbildungszentren ist eine zentrale Forderung, wenn es um das Bildungsangebot der Jugendlichen geht. Hier könnten gezielt in 3- oder 4-jährigen Lehrgängen Facharbeiter in Doppelberufen ausgebildet werden, ohne große Extrakosten zu verursachen. Eine Kooperation mit Unternehmen im Waldviertel zur Verbesserung der Praxisanteile wäre sicher kurzfristig möglich. Damit den jungen Menschen im Waldviertel das Pendlerschicksal erspart bleibt", so Antoni.

"Eine Verbesserung und Weiterentwicklung der Fachkräfteausbildung sollte in diesem Zusammenhang auch forciert werden. Eine Intensivausbildung für FacharbeiterInnen durch geförderte Weiterbildung erhöht die Chancen der ArbeitnehmerInnen einen adäquaten Arbeitsplatz zu finden", so Antoni, der weiterhin verstärkten Handlungsbedarf für den Betrieb von überbetrieblichen Ausbildungsstätten sieht. "Zusätzliche Lehrstellen in Überbetrieblichen Lehrwerkstätten sind enorm wichtig. Nur damit kann in den kommenden Jahren gewährleistet werden, dass junge Menschen eine gute Ausbildung und damit eine echte Chance auf dem Arbeitsmarkt bekommen", betont Antoni die Wichtigkeit dieses Thema.

Eine Adaption der Ausbildungsangebote im nördlichen Waldviertel wäre ein richtiger Schritt in die Zukunft. Neben der im Raum stehenden Schaffung einer technischen Sparte an der Handelsakademie Gmünd wäre die Errichtung weiterer Ausbildungsschienen wie Umwelttechnik, Ökocontrolling, energieoptimierte Logistik und Bautechnik zu forcieren. "Eine 'Energiehandelsakademie' würde nicht nur das Thema Energie und Nachhaltigkeit mit Wirtschaft und Technik optimal verbinden, sondern wäre auch ein wichtiges Ausbildungssegment für den stark wachsenden Bereich der Green Jobs. Das würde dem Waldviertler Arbeitsmarktstandort enormen Aufschub verleihen", so Antoni.

Einen Resolutionsantrag der SPÖ NÖ und FPÖ NÖ, der die Landesregierung dazu auffordert, gemeinsam mit dem LSR für NÖ, mit dem Bildungsministerium bezüglich der Schaffung zusätzlicher alternativer Ausbildungszweige für die Region Waldviertel, in Verhandlung zu treten, wurde von der ÖVP-Fraktion nicht unterstützt. Damit konnte der Antrag nicht die nötige Mehrheit finden", kritisiert der Waldviertler SPNÖ-Mandatar LAbg. Konrad Antoni das Abstimmungsverhalten der ÖVP-Abgeordneten im Landtag.

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